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Unnützes Wissen Hessen- Buchvorstellung 

Autor Oliver Schmidt (Foto: Marzena Seidel -Photoebene)

Unnützes Wissen Hessen- Buchvorstellung 

Oliver M. Schmidt erblickte 1985 das Licht der Welt und wuchs in Hessen auf. Er ist der Autor des 144 Seiten umfassenden Werkes „Unnützes Wissen Hessen- Skurrile und außergewöhnliche Fakten zum Angeben“. 

Dillenburg, Nordhessen (Foto: Volker Neef)

Es kam dieses Jahr im Sutton Verlag zu Erfurt heraus. Oliver Schmidt studierte erfolgreich in Marburg und Dresden Germanistik, Anglistik und Philosophie. Er macht uns mit Wissen und Weisheiten vertraut, die in Hessen zu Hause sind. Aus Hessen stammen die Gebrüder Jacob und Wilhelm Grimm. Der Titel „Deutschlands Märchenerzähler Nummer 1“ ist hier keine Beleidigung, sondern ein sehr großes Lob für Jacob und Wilhelm Grimm. 

(Foto: Sutton Verlag)

Beide kamen in Hanau zur Welt. Der Herr von Goethe kam in der größten Stadt in Hessen zur Welt, in Frankfurt am Main. In Sachen Kulinarik kennt man Ebbelwoi, Handkäs mit Musik und aus Kassel in Nordhessen ist das Weckewerk bekannt und aus Frankfurt kommt die leckere Torte „Frankfurter Kranz“. Hier ist Butter statt Margarine ein MUSS. Die Torte erhielt ihren majestätischen Namen nach dem Abbild einer Krone der deutschen Kaiser, die in der Mainmetropole gekrönt worden sind. Die Frankfurter Würstchen sind eine Fleischspezialität. Dabei handelt es sich um eine dünne Brühwurst. Das schmackhafte Aroma kommt durch ein spezielles Räucherverfahren bei niedrigen Temperaturen zustande. 

Wenn man nun wissen möchte, ob Jacob und Wilhelm Grimm zur Geisterstunde ihre Plätze auf dem Denkmal am Marktplatz in Hanau tauschen oder nicht, lese das bei Oliver Schmidt auf S. 50 nach! Der Autor teilt auch mit, wieso in Kassel eine riesige Wurst mit Flugerlaubnis dreimal platzte. Kassel steht auch für Todeskult, so Oliver Schmidt auf S. 98! Das hängt damit zusammen, dass in der nordhessischen Metropole sich das Museum für Sepulkralkultur befindet. In diesem Museum für die Kultur des Todes kommt man aber lebend heraus, schwört der Autor. Sollte dem ein oder anderen Leser jetzt etwas schwindelig werden, sollte man zum Arzt gehen. Auf S. 110 erfährt man einiges von dem Frankfurter Arzt und Psychiater Peter Hoffman. Er ist der Erfinder des 1844 erschienenen Struwwelpeter. Das dieser hessische Arzt und Buchautor nicht mehr unter uns weilt und Patienten behandeln kann, wird durch einen anderen Umstand ausgeglichen! Auf den weist Oliver Schmidt auf S. 137 hin. Aus dem südhessischen Lorsch stammt das älteste in Deutschland erhaltene Arzneimittelbuch. Es kam um 735 heraus und gehört zum UNESCO-Weltdokumentenerbe. Es enthält ca. 500 Rezepte, alle bestens bewährt natürlich. Das Arzneimittelbuch ist also über 1.100 Jahre älter als der Struwwelpeter. Wer jetzt ein aus Gemüse bestehendes Dillwässerchen aus dem 55 Km langen Fluss Dill zu sich nehmen möchte, der im mittelhessischen Lahn-Dill-Kreis zu Hause ist, den muss Oliver Schmidt enttäuschen. Der Schriftsteller weiß mitzuteilen, warum Dillenburg nicht nach der Gewürzpflanze Dill benannt worden ist. Das Werk von Oliver Schmidt „Unnützes Wissen Hessen Skurrile und außergewöhnliche Fakten zum Angeben“ aus dem Sutton Verlag zu Erfurt enthält sehr viel nützliches Wissen mit einer großen Prise Humor. Wer das Buch gelesen hat, wird mitreden können über die ein oder andere hessische Tradition, Speise, Getränk, Gegebenheit. Das Werk kostet im deutschen Buchhandel 13,99 Euro; ISBN: 978-3-96303-293-6. (Text: Volker Neef/Fotos: Sutton Verlag; Volker Neef; Marzena Seidel-Photoebene)

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Frank Pfuhl
Frank Pfuhl
SDHB Redaktion Berlin

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