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Fahrradaufzug vom Roten Rathaus zum Pariser Platz

(Foto: B. FLI.)

Fahrradaufzug vom Roten Rathaus zum Pariser Platz

Unsere Redaktion hatte ja bereits im Vorfeld auf den Fahrradaufzug vom Roten Rathaus zum Pariser Platz aufmerksam gemacht. Mit dieser Aktion am 27. Juli wollte die Universal Peace Federation an den 27. Juli 1953 erinnern.

Am 27. Juli 1953, auf den Tag genau vor 69 Jahren, unterzeichneten auf der einen Seite Nordkorea und seine Schutzmacht China, auf der anderen Seite die Vereinten Nationen, einen Waffenstillstandsvertrag. Für die Koreanische Halbinsel bedeutet das bis heute: Nordkorea und Südkorea sind geteilt. Teilung bedeutet, Familien sind voneinander getrennt, Besuche sind unmöglich; im Laufe der Zeit verliert man sich eventuell sogar aus den Augen. Die Großeltern in Nordkorea beispielsweise kennen ihre in Südkorea lebenden Enkelkinder nur aufgrund von erhaltenen Fotos. Eine persönliche Begegnung, ein Küssen der Enkelkinder, ein in den Armen halten ist für die Großeltern unmöglich. Auch darauf machte die Universal Peace Federation friedlich aufmerksam. Teilnehmer des Fahrradaufzugs trugen je einen Buchstaben vor sich her. Zusammengesetzt konnte man dann lesen: ONE KOREA. 

(Foto: B. FLI.)

Bernd Flieger, einer der Sprecher der „Peace Road 2022“ in Berlin, teilte mit: „Über die große Resonanz an diesem Fahrradaufzug bin ich begeistert. Wir Deutsche wissen ja, was es heißt, wenn ein Teil des Landes abgeschnitten ist und Mauern und Stacheldraht sowie Grenzposten machen ein Überqueren unmöglich. Seit über drei Jahrzehnten ist Deutschland wieder vereint. In Korea sehnen die Familien in Nord und Süd die Wiedervereinigung auch herbei“.

Text: Volker Neef

Foto: B. FLI.

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Frank Pfuhl
Frank Pfuhl
SDHB Redaktion Berlin

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