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Neue Perspektiven für Reinickendorf

Dirk Steffel und Alexander Kulpok beim Gespräch vor der Humboldt-Insel in Tegel     Foto: Christian Duxa

Neue Perspektiven für Reinickendorf

Es stehen im September für die Berliner 3 Wahlen an – Bundestag, Abgeordnetenhaus und die Wahl der Bezirksverordnetenvertreter. Im Vorfeld werden viele Abgeordnete, Genossen und Wähler die vergangenen 5 Jahre analysieren und für sich den Umgang mit der Partei, den Zielen und den Problem-Lösungen bzw. deren Ansätze bewerten, so auch in Reinickendorf.

Stimme der Hauptstadt hat sich 2 Kandidaten unterhalten.

Alexander Kulpok war in den 70er Jahren als Moderator und Kommentator beim  SFB ein fester Begriff. Der ehemalige Redenschreiber von Willy Brandt war über 50 Jahre in der SPD tief verwurzelt und Kandidat für den Bundestag. In den vergangenen Jahren kam es immer mehr zum Bruch zwischen der SPD und ihm. 

Dirk Steffel war Vorsitzender der CDU Tegel (2011-2021- stellv. Vorsitzender 1996-2011) und über 35 Jahre in der CDU. Mit seinen insgesamt 64 „Tegeler Gesprächen“ hat er sich einen Namen gemacht.  Er war 30 Jahre Bezirksverordneter in Reinickendorf, in dieser Zeit auch stellvertretender Kreis- und Fraktionsvorsitzender.

Vor wenigen Wochen sind beide aus Ihren Parteien ausgetreten und haben sich bei den FREIEN WÄHLER wiedergefunden, um gemeinsam bei den Wahlen im September zu kandidieren.

Am 26. September kandiert Alexander Kulpok für das Abgeordnetenhaus von Berlin in den Reinickendorfer Ortsteilen Heiligensee, Tegelort und Teilen von Tegel. Dirk Steffel stellt sich als Spitzenkandidat bei den FREIEN WÄHLER für die Bezirksverordnetenversammlung in Reinickendorf seinen Wählern.

Herr Kulpok, welche Gründe oder Schlußfolgerungen führten dazu, die SPD verlassen?

Kulpok:  Es war ein Schritt der sich seit Jahren aufgebaut hat. Die Partei hat ihre Ziele verloren und hat sich gewissermaßen von mir weg entwickelt.

Und bei Ihnen Herr Steffel, da sie ja Führungspositionen innehatten? 

Steffel: Da kommt als erstes die Zerstrittenheit in Reinickendorfer CDU. Die Partei hat sich gespalten und es gab viele Austritte. Die für mich wichtigen Ziele Harmonie und Geschlossenheit gibt es kaum noch, es zählten jetzt Posten und Mandate. Diese Personalpolitik war nicht mehr die, für die ich aus Überzeugung Wahlkampf machen möchte. Armin Laschet kam noch dazu…

Und nun gerade die FREIEN WÄHLER?

Steffel: Mit den Zielen und dem Wahlprogramm habe ich mich dort sofort wiedergefunden. Konservativ, liberal und unverbraucht. Für mich passt es einfach. Die FREIEN WÄHLER haben in Bayern gezeigt, dass erfolgreiche Politik als Regierungspartner geht und eine sehr gute Alternative ist.

Kulpok: Das war bei mir ganz ähnlich, aber auch das gute Angebot an Kandidaten. In Reinickendorf sind wir gut aufgestellt und bringen neue Ideen ein. Außer uns beiden gibt es viele mit Alltagserfahrung, die fest im Leben stehen. Die Vorsitzende im Bezirk Nora Ferge ist eine engagierte Lehrerin, Olaf König war jahrzehntelang Geschäftsführer einer Druckerei. Außerdem ist es keine „Schmuddelpartei“ wie die AfD mit sehr zweifelhaften Mitgliedern.

Steffel: Auch auf Landesebene sind wir hervorragend aufgestellt. Der markante frühere FDP-Politker Marcel Luthe war einer der Initiatoren  „PRO Flughafen Tegel“, dazu Polizeidirektor Prof. Knape und Jungendschützer Carsten Stahl sind mehr Praktiker als das gesamte Personal der anderen Parteien.

Wie haben Sie persönlich zueinander gefunden?

Steffel: Ich schätzte  Alexander Kulpok als Kandidat der SPD, kannte ihn ja schon als Kind aus der Abendschau und hatte immer großen Respekt. Er ist eine Persönlichkeit,  hat rhetorische Fähigkeiten und denkt zwei Schritte weiter und ist jung geblieben. Ich finde es passt und macht Spaß mit ihm.

Kulpok: Dirk Steffel hat sich in den vergangenen Jahren als Macher im Bezirk hervorgetan. Er schafft Vertrauen, ist Teamspieler und stand immer zu seinem Wort. Auf ihn ist Verlass!

Vielen Dank. Wir werden Ihren Weg bis zur Wahl weiter beobachten.

Text: Stimme der Hauptstadt/ Gaby Bär  Foto : Christian Duxa 

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Frank Pfuhl
Frank Pfuhl
SDHB Redaktion Berlin

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