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Kabarettakademie 2021Auf Burg Fürsteneck findet zum 18. Mal die Werkstatt für Kabarett statt

Michael Ihringer freut sich schon auf besseres Wetter, damit die offenen Bühnen vor dieser Traumkulisse stattfinden können. Foto : Stimme der Hauptstadt / Joachim Skambraks

Kabarettakademie 2021Auf Burg Fürsteneck findet zum 18. Mal die Werkstatt für Kabarett statt

Jedes Jahr in der Sommerpause treffen sich Kabarett-, Chanson- und Comedy-Schaffende im Herzen der Rhön zu Workshops, zum Erfahrungsaustausch, zum Networking oder einfach zum Kreativ-Ausspannen. Immerhin finden 10 Workshops an vier Tagen und 2 offene Bühnen statt. So kann jeder Teilnehmer seine Arbeitsergebnisse gleich vor Publikum zum Glänzen bringen. Das sind wichtige Schritte für viele, die auf dem Weg zum eigenen Bühnenprogramm sind.Michael Ihringer, der engagierte langjährige Leiter, begrüßte 30 Teilnehmende und die Referenten auf der imposanten Burg Fürsteneck. Ein idealer Ort für die kreative Atmosphäre und den Austausch.Beispielhaft schauen wir in den Workshop von Kordula Völker „Geschichten in Gedichten“. Zuerst geht es um Form, Versmaß, Struktur und den reinen Reim. Erst später beschäftigen sich die Teilnehmenden mit Inhalt und Komik. Das Fazit nach zwei Tagen: Bis ein Gedicht entsteht, in dem sich Form und Inhalt in der Wirkung gemeinsam unterstützen, braucht es große Handwerkskunst.Für die Stimme der Hauptstadt hat Kordula Völker, die sich auch als Radiomoderatorin einen Namen gemacht hat, ein Gedicht zur Veröffentlichung zur Verfügung gestellt:

Kordula Völker ist eine engagierte Dozentin und Theaterleiterin

Märchenstunde :

Ein Prinz, wie entzückend süß
Aus einem Märchen grad entsprungen
Er baut sich auf mit stolzer Brust
Wie all die andern Jungen

Umgarnt mich laut und fest und strak
Er könne mich beglücken
Wenn er sein Tagewerk vollbringt
Dann gäb es nur entzücken.

Ich sage werter Herr und Prinz
mein Stand sucht ihres gleichen
mir könnt ihr weder Hand noch Fuß ,
geschweige denn das Wasser reichen.

Ich brauche keinen Mann im Haus
Ich stehe in Brot und Loh
nich brauche weder Heim noch Herd
Und einen Gaul, den hab ich schon.

Ich schneid die alten Zöpfe ab
Und färb die Haare rot
ich schmeiß die Zwerge aus dem Haus
und mach die Frösche tot.

Und küsst mich wer wenn ich grad schlaf
und ohne mich zu Fragen
den teere ich auf nackter Haut
und werde ihn verklagen.


Und aus dem Schloss mach ich ein Schiff
Und stoß in See bei Binz
Ich bin Piratin und nicht Braut
Und scheiß auf jeden Prinz.

Text: Joachim Skambraks Fotos: Joachim Skambraks, Stimme der Hauptstadt Redaktion München

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Frank Pfuhl
Frank Pfuhl
SDHB Redaktion Berlin

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