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Dr. Hugh Bronson, MdA- Nachgefragt

Dr. Hugh Bronson Foto: AfD-Fraktion im Berliner Abgeordnetenhaus

Dr. Hugh Bronson, MdA- Nachgefragt

Der AfD-Politiker Dr. Hugh Bronson gehört seit 2016 dem Berliner Abgeordnetenhaus an. Der Parlamentarier aus dem Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf kam 1961 zur Welt. Der promovierte Doktor der Philosophie ist als Dozent an einer privaten Berliner Sprachschule tätig. Wir sprachen mit ihm.

STIMME-DER-HAUPTSTADT: Bitte berichten Sie uns kurz über Ihre gemachten Erfahrungen im Rahmen Ihrer Bürgersprechstunden.

Dr. Hugh Bronson, MdA: „Vor der Corona-Infektionswelle kamen Bürger tatsächlich in mein Büro, um sich Rat zu holen oder um mich auf Missstände in ihrem Umfeld aufmerksam zu machen. Seit Sommer 2020 geschieht das nur noch über das Telefon. Oftmals geht es um sehr private Belange, wie steigende Heizkosten oder unverständliche Rentenbescheide, aber auch um Probleme im Kiez, wie zunehmende Verwahrlosung des öffentlichen Raumes oder die Errichtung einer Einrichtung für Migranten ohne Rücksprache mit den Anwohnern. Die Bürgersprechstunde ist zu einer für mich wichtigen Einrichtung geworden, um zu sehen, wie die Probleme dieser Stadt individuell wahrgenommen werden“.

STIMME-DER-HAUPTSTADT: Sie sind in Charlottenburg-Wilmersdorf zu Hause. Darf sich auch der Bürger aus Spandau, die Bürgerin aus Marzahn, an Sie wenden?

Dr. Hugh Bronson, MdA: „Ich bin über die Landesliste in das Abgeordnetenhaus eingezogen und fühle mich als Vertreter aller Berliner aus allen Bezirken. Als Mitglied im Petitionsausschuss habe ich sogar mit Anliegen zu tun, die aus anderen Bundesländern kommen“. 

STIMME-DER-HAUPTSTADT: Kann auch ein Nicht-Deutscher Bürger sich an Sie wenden? Sie sprechen perfekt Englisch. Wenn beispielsweise ein Pub-Besitzer aus dem Bezirk Mitte, ein irischer Staatsbürger, sich an Sie wendet, weil er Ärger mit dem Ordnungsamt hat. Einer der draußen stehenden Tische ist 4 cm länger als vorgeschrieben, ob Corona oder nicht, der Wirt soll gefälligst zur Säge greifen, so das Ordnungsamt.  

Dr. Hugh Bronson, MdA: “Of course. Wir von der AfD sind grundsätzlich für alle Bürger da, unabhängig von ihrer Staatsangehörigkeit. Leider werde ich dem irischen Pub-Inhaber raten müssen, die Vorgaben des Ordnungsamtes zu befolgen. Er würde es sonst riskieren, dass der ganze Außenbereich seines Lokals gesperrt wird. In Irland hätte man das vielleicht nach ein paar Gläsern Guinness einvernehmlich klären können“. 

STIMME-DER-HAUPTSTADT: Haben Sie eigentlich auch das Recht, hochoffiziell schweigen zu dürfen? Ein Bürger teilt Ihnen beispielsweise mit, in einem Park werden offensichtlich Drogen verkauft. Er bittet Sie, die Polizei zu informieren. Der besagte Bürger möchte auf keinen Fall, dass sein Name irgendwo festgehalten wird. Die vermeintlichen Dealer könnten ihn ja „besuchen“ und das könnte Folgen haben für den Bürger.

Dr. Hugh Bronson, MdA: Wenn ein Bürger besorgt ist, dass er durch die Angabe seines Wohnorts gefährdet werden könnte, dann kann die Adresse geheim gehalten werden. In besonders ernsten Fällen hilft auch die Polizei mit einer Zustelladresse weiter. Der Wohnort wird dann in den Akten nicht genannt. Ich selbst kann in diesen Fällen selten aktiv werden, denn die Straftaten müssen schon von demjenigen gemeldet werden, der sie beobachtet hat“.

STIMME-DER-HAUPTSTADT: Wie kann man Sie kontaktieren?

Dr. Hugh Bronson, MdA: „Meine Emailanschrift lautet hugh.bronson@afd.berlin

STIMME-DER-HAUPTSTADT: Vielen Dank für das Gespräch. (Text: Volker Neef/Foto: AfD-Fraktion im Berliner Abgeordnetenhaus)

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Frank Pfuhl
Frank Pfuhl
SDHB Redaktion Berlin

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