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Bahn Frei: Kooperatives Brettspiel simuliert Bahnbetrieb in Deutschland

Foto: Hartmut Haas

Bahn Frei: Kooperatives Brettspiel simuliert Bahnbetrieb in Deutschland 

Auf der SPIEL 21 in Essen haben wir Hartmut Haas kennengelernt. Er zeigte an einem Stand in den Messehallen dem interessierten Publikum das von ihm konzipierte Brettspiel „Bahn Frei“. Wir sprachen mit Hartmut Haas kürzlich.

Hartmut Haas (Foto: Privat) 

Stimme-Der-Hauptstadt: Bitte stellen Sie unseren Lesern das Spiel kurz vor. 

Hartmut Haas: „So ziemlich jeder Bahnfahrer hat sich sicher schon einmal im Zug sitzend gewünscht, sein Schicksal selbst in die Hand nehmen zu können. Bei Bahn Frei können 1 – 4 Spieler ab 11 Jahren die Zugplanung komplett übernehmen. 

Jeder Spieler übernimmt einen Schnellzug, dessen Route er pro Spielzug neu planen kann. Nur durch gute Absprache mit den Mitstreitern und strategisch kluge Fahrwege kann es gelingen, alle Fahrgäste in der gewünschten Zeit von A nach B zu bringen. Intensive Planungsgespräche lösen sich dabei mit actionreichen Abschnitten ab – denn wenn die Routen feststehen, haben die Spieler nur 30 Sekunden Zeit, sie mit ihren Zügen auf der Deutschlandkarte abzufahren und die Fahrgäste ein- und auszuladen. Erschwert wird das Ganze durch unvorhersehbare Ereignisse, doch man wird auch belohnt, wenn Fahrgäste früher ans Ziel kommen“.

Stimme-Der-Hauptstadt: Wie kamen Sie überhaupt auf den Gedanken, Bahn Frei zu entwickeln? Sind Sie Eisenbahner von Beruf?

Hartmut Haas: „Die Idee zum Brettspiel kam mir tatsächlich während einer Bahnfahrt. Ich saß in einem verspäteten ICE von Köln nach Frankfurt am Main und dachte: Warum gibt es eigentlich so oft Probleme? Und wie wäre es, wenn man selbst anpacken könnte? Die Chance sollte doch jeder einmal haben – wenn auch sehr vereinfacht. 

Entscheidend war für mich auch der kooperative Modus „Gemeinsam gegen das Spiel“. Dadurch besteht wenig Gefahr, dass sich die Spieler über das Spiel hinaus zerstreiten. Mit kooperativen Brettspielen habe ich es auch geschafft, meine Frau zum Spielen zu bewegen. Sie verliert nicht gerne und hatte wegen vieler frustrierender Erlebnisse in der Vergangenheit nie Lust auf Brettspiele. Kooperative Spiele haben für sie den Unterschied gemacht“.

Stimme-Der-Hauptstadt: Wo kann man das Spiel kaufen? 

Hartmut Haas: „Das SpielBahn Frei“ ist mein erstes Spiel, das ich im eigenen Verlag und mit der Hilfe von 205 Unterstützern auf der Crowdfunding-Plattform „Kickstarter“ entwickelt und veröffentlicht habe. Als das Spiel fertig produziert war, waren die Läden gerade im Lockdown, daher habe ich auch den Vertrieb selbst in die Hand genommen. Ich verkaufe das Spiel daher über meinen Online-Shop auf www.bahn-frei.de. Ein Spiel kostet 35 Euro zzgl. 5 Euro Versandkostenpauschale innerhalb Deutschlands. Auf der Messe wurde ich erstmalig gefragt, ob ich dem Spiel auch eine Widmung hinzufügen könnte. Das ist noch etwas neu für mich, mache ich aber auf Nachfrage gerne“. 

Stimme-Der-Hauptstadt: Vielen Dank für das Gespräch. (Text: Volker Neef/Fotos: Hartmut Haas; Privat)

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Frank Pfuhl
Frank Pfuhl
SDHB Redaktion Berlin

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