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Andre Stammen: Obdachlos in Berlin

Wohnungsloser in Berlin (Foto: Frank Pfuhl)

Andre Stammen: Obdachlos in Berlin

In unserer Serie Obdachlos in Berlin (Hier der Link dazu: https://www.stimme-der-hauptstadt.berlin/obdachlos-in-berlin/)

Andre Stammen (Foto: FDP Tempelhof-Schöneberg)

kommen jetzt politisch Verantwortliche zu Wort, die ihre Ideen und Forderungen mitteilen, wie obdachlosen Mitbürgern geholfen werden kann. Wie kommen Obdachlose an eine eigene Wohnung, selbst wenn es nur das möblierte Zimmerchen ist? Wie stellt man regelmäßige Duschmöglichkeiten, ärztliche und zahnärztliche Versorgung, warme Mahlzeiten, Zugang zum Internet, Haareschneiden, Wäschewaschen u. v. a. für die auf der Straße lebenden Menschen sicher? Wir geben ungekürzt die Lösungsvorschläge unserer Gesprächspartner wieder.

Andre Stammen (FDP) gehört der BVV in Tempelhof-Schöneberg an. Er ist Mitglied in den Ausschüssen für Eingaben und Beschwerden; Weiterbildung und Kultur; Gesundheit; Bürgerdienste und Soziales und Ordnungsangelegenheiten, Grün, Umwelt. 

Der Bezirksverordnete Andre Stammen teilte mit: „Ein Ausweg aus der Obdachlosigkeit ist relativ einfach zu beschreiben, jedoch gibt es bei der Umsetzung regelmäßig Schwierigkeiten: Behörden, Hilfsorganisationen und Betroffene müssen enger zusammenarbeiten – und zwar dauerhaft, nicht nur im Rahmen eines Projektes. Zuallererst muss der tatsächliche Bedarf verlässlich ermittelt werden (können), dann muss den Betroffenen niedrigschwellig – bestenfalls auflagenfrei – eine Unterkunft zur Verfügung gestellt werden. Das Ganze sollte nicht nur von Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeitern begleitet werden, die auch bei der Arbeitssuche unterstützen. Im Bedarfsfall muss es auch medizinische und/oder psychologische Betreuung geben. Nicht weniger wichtig ist allerdings, dafür Sorge zu tragen, dass niemand erst in eine solche Situation gerät. Denn in unserem Land mit seinen leistungsfähigen Sozialsystemen muss niemand seine Wohnung verlieren. An dieser Stelle sind Bildungs- und Arbeitsmarktpolitik gefordert, präventiv zu agieren“.

An dieser Stelle bedanken wir uns nochmals bei Herrn Andre Stammen für seine Ausführungen.

Text: Volker Neef

Fotos: FDP Tempelhof-Schöneberg; Frank Pfuhl

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Frank Pfuhl
Frank Pfuhl
SDHB Redaktion Berlin

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