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„Weibsbilder“ in der Kunst

„Frauenakt antik 1“

„Weibsbilder“ in der Kunst

Die Ausstellung „Weibsbilder“ der Künstlerin Corinna Dunkel auf der Burg Friedland in der Niederlausitz ist noch bis zum 12. September zu besichtigen.

Corinna Dunkel lebt und arbeitet als freie Künstlerin im Berliner Norden. Sie hat an der Hochschule der Künste in Berlin studiert. In zahlreichen Ausstellungen zeigte sie ihr Können in Berlin, London, Köln, Frankfurt-Oder und nun auf der Burg Friedland.

„Frühstück in Sarkow“ Detail – Selbstbildnis

Ihr künstlerischer Schwerpunkt liegt auf realistischer, großformatiger Malerei mit Farbstiften. Aus einer Vielzahl kleiner Striche entsteht ein ganzes Universum. Das Spektrum ihrer Kunst umfasst Themen wie Erotik, aber auch Harmonie, Bedrohung und Ängste. Ihre Bildmotive sind dabei vielfältig und überraschend: Weibsbilder, Menschengesichter, reflektiert im Spiegel, selbstinszenierte Stillleben, surreal wirkende Landschaften und Einzelobjekte, wie Kissen und Tücher, die lebendig zu sein scheinen und beeindruckend sind.

Das Spiel von Licht und Schatten in ihren Bildern erzeugt eine starke Räumlichkeit. Durch die flächige Bearbeitung größerer Bildteile mit dem Farbstift verschmilzt die sensible, zarte Farbigkeit des Dargestellten mit dem Bilduntergrund. Die somit sichtbar gewordene Oberflächenstruktur des Papiers, die abhängig von der Wahl der Papiersorte mal kräftiger oder zarter zum Vorschein kommt, entfaltet hierbei eine besondere Wirkung. Immer wiederkehrende Bestandteile ihrer Bilder sind Streifen, Muster, Faltenwürfe, Blüten und Puppen. 

Den Schwerpunkt bilden Radierungen, die unter Einsatz verschiedener Techniken zu überraschenden und teilweise auch abstrakteren Ergebnissen führen. Während die Künstlerin bei ihrer Farbstiftmalerei nichts dem Zufall überlässt, können sich beim Tiefdruck – einer Drucktechnik, bei der Linien in die Druckplatte geritzt und dann tief geätzt werden – immer wieder Zufälle ergeben. 

„Das Überraschungsmoment reizt mich“, sagt Corinna Dunkel, „es entstehen Bilder, die man nicht exakt planen kann.“
Bei den fotorealistischen „Weibsbildern“ geht es unter anderem um Wünsche, positive Gefühle, die durch äußere Ereignisse ausgelöst werden können, wie beim Betrachten der Bilder „Selfie“, „Tanz“, „Frühstück in Sarkow“ oder „Im Glück“ zu erkennen ist. Liebe, Mutterliebe, Erotik,, Hochgefühle mit fragwürdigen Bedrohungen sind inhaltliche Bestandteile ihrer Stillleben, die verschiedene Deutungsmöglichkeiten in ihrer Komplexität zulassen. 

Nehmen sie sich die Zeit, auf nach Friedland und falls das nicht klappt – sicher wird demnächst auch mal wieder etwas in Berlin oder in Brandenburg von Corinna Dunkels Schaffen zu sehen sein.

Burg Friedland, Pestalozzistr. 3, 15848 Friedland/Niederlausitz 

(033676) 45978 

Öffnungszeiten: 

Mai bis Oktober:  Di – So 10 bis 17 Uhr – Mo Ruhetag

Nov. ,Dez., Febr. + März  bis 16 Uhr

Bitte mit Terminvereinbarung.
(Stimme der Hauptstadt / Text: Gaby Bär / Bilder: Corinna Dunkel)

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Frank Pfuhl
Frank Pfuhl
SDHB Redaktion Berlin

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