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Warnemünde – 60 Jahre Kreuzfahrthafen

Warnemünde - 60 Jahre Kreuzfahrthafen Foto:/Stimme-Der-Hauptstadt/Volker Neef

Warnemünde – 60 Jahre Kreuzfahrthafen

Der 1956 geborene Schifffahrtsjournalist Udo Horn ist ein „Seebär“ durch und durch. Als junger Mann erlernte er den Beruf des Seemanns und fuhr auf verschiedenen Schiffen der damaligen DDR. Dann wandte er sich den Medien zu. Seit 2008 ist er alleiniger Herausgeber und Autor der im nordostdeutschen Raum sehr bekannten „Kleinen Kreuzfahrtfibel“. Zahlreiche Bücher hat Udo Horn bereits veröffentlicht.

Udo Horn Foto :/Stimme-Der-Hauptstadt/Volker Neef

Sein neuestes Werk umfasst 120 Seiten und trägt den Titel: „Warnemünde – 60 Jahre Kreuzfahrthafen, von den Anfängen bis zur Gegenwart“. Der Autor stellt Rostock-Warnemünde aus historischer Sicht vor und teilt mit, bereits 1195 hat man Warnemünde urkundlich erwähnt. Wir erfahren außerdem, dass Heinrich von Mecklenburg 1323 das linke Ufer der Warnow an die reichen Kaufleute in Rostock verkauft hatte. Udo Horn nimmt uns mit auf seiner spannenden Zeitreise und berichtet auch aus dem Jahre 1960. Die DDR, damals noch ohne Mauer und Stacheldraht, steigt in den Sektor Kreuzschifffahrt ein. Den Schweden hat man das 1946 gebaute Passagierschiff „Stockholm“ abgekauft. Als „Völkerfreundschaft“ befährt es bis 1985 unter der Flagge der DDR die Weltmeere. Mehr als 200.000 Gäste waren in den Kabinen zu Gast. Der Marinejournalist macht uns auch mit den beiden Dampfern „Rostock“ und „Wismar“ vertraut. Beide Schiffe verließen 1954 die Werft und boten einen Luxus für eine ganz kleine Minderheit an. Auf beiden Schiffen befanden sich jeweils zwei Kabinen mit je zwei Betten. Für DDR-Verhältnisse waren die Reisen auf Frachtschiffen in der Gästekabine sündhaft teuer.

Ursprünglich waren diese Gästekabinen dazu gedacht, im Wechsel die Ehefrauen der Seeleute als Gäste mitzunehmen. Meldeten sich nicht genügend Ehepartner als mitreisende Passagiere, gingen die Plätze an die zahlungskräftige Kundschaft. Im Sommer 1967 standen dann 418 Passagierplätze auf den Frachtschiffen der DDR zur Verfügung. Rostock-Warnemünde ist der Hafen, der der Bundeshauptstadt Berlin am nächsten liegt. Vor der Wiedervereinigung, nämlich im Juli 1990, dockte das „Traumschiff“ des ZDF in Rostock-Warnemünde an. Udo Horn macht auch auf Schiffstaufen in Rostock-Warnemünde aufmerksam. Eine Taufpatin war Heidi Klum. Mit zahlreichen Abbildungen kann man einen Blick in die Geschichte von Warnemünde als Kreuzfahrthafen werfen. Dabei fehlen auch nicht Portraits von DDR-Briefmarken zum Wert von fünf Pfennigen. Das Kreuzfahrtschiff Fritz Heckert ist auf der Briefmarke abgebildet. „Leider nichts gewonnen“, so ist auf einem Los zu lesen. Mit dem Kauf des Loses hat man den Bau von Urlaubsschiffen unterstützt. Ein Portrait des Loses fehlt selbstverständlich nicht in dem Buch. Der Schriftsteller beschreibt die sechs Jahrzehnte des Kreuzfahrthafens Warnemünde so präzise, dass der Leser häufig den Eindruck hat, gleich muss doch der erwähnte Dampfer an ihm vorübergleiten. Das Werk „Warnemünde – 60 Jahre Kreuzfahrthafen, von den Anfängen bis zur Gegenwart“ von Udo Horn kostet im deutschen Buchhandel 16,45 Euro. Wer direkt beim Autor bestellen möchte, kann Udo Horn um eine persönliche Widmung ersuchen. „Diese Wünsche nach einer persönlichen Widmung zum Geburtstag, Hochzeitstag oder einfach als einen persönlichen Gruß erfülle ich gerne“, teilte der Autor im Pressegespräch mit. Man erreicht den Schriftsteller unter post@kreuzfahrt-erleben.info.

(Stimme-Der-Hauptstadt Text: Volker Neef/Fotos. Volker Neef; Udo Horn)

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Frank Pfuhl
Frank Pfuhl
SDHB Redaktion Berlin

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