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Mit Rad im Lockdown- Buchvorstellung

Autor Oliver Heilwagen Foto: Volker Neef

Mit Rad im Lockdown- Buchvorstellung

Der Journalist und Autor Oliver Heilwagen ist durch den Lockdown im November 2020 angeregt worden, mit dem Fahrrad einmal abseits der großen Metropolen das Land zu erkunden. Er wollte die Stimmungen auffangen, die in Deutschland vorhanden sind im Zuge des Lockdowns. Daraus ist das Buch mit dem Titel „Mit Rad im Lockdown“ entstanden. Es umfasst 176 S. und ist erschienen im Verlag „Copyright Publishing“. 

Im Januar 2021 setzte er sich auf den berühmten Drahtesel. Oliver Heilwagen startete in Saßnitz auf Rügen. Er bewegte sich vom Nordosten der Republik bis Weil am Rhein im Südwesten. Insgesamt 1.300 Kilometer strampelte der Autor bei Wind und Wetter. In sieben Bundesländern ging es mit dem Fahrrad über Stock und Stein, über Landstraßen, Gassen in Dörfern und Trampelpfaden. Er traf dabei auf leichtsinnige und ängstliche Zeitgenossen sowie auf Querulanten und Maskenfetischisten. Oliver Heilmann kann berichten „die meisten Menschen nehmen die Einschränkungen achselzuckend hin“. Er reiht in seinem Buch wie in einem Mosaik Steinchen für Steinchen aneinander. Seine zahlreichen Gespräche und die gesammelten Erfahrungen belegen, warum sich unsere Gesellschaft so schwer tut mit der Bewältigung dieser Pandemie. Was man vor Corona nie bei der Reiseplanung beachten musste, ist unumgänglich im Lockdown! Die überlebenswichtige Frage: „Wie und wo kommt man an eine warme Mahlzeit heran?“ Viele Imbissbetriebe, Restaurants, Gasthöfe, öffentlich zugängliche Kantinen und Ratskeller sah Oliver Heilwagen zwar auf seiner Radtour! Sie waren aber Corona-bedingt geschlossen oder hatten nur ganz wenige Stunden an Werktagen geöffnet. Dann hieß es oft auch noch: „Die Speisen werden nur zum Außer-Haus-Verzehr angeboten“. Also musste sich der Autor blitzschnell eine überdachte Bushaltestelle suchen. Dort durfte er dann die gerade noch einigermaßen lauwarme Mahlzeit mehr hineinschlingen als genießen. Bei solchen strapaziösen Touren war er schon froh, wenn man, besonders bei Regen oder Schneetreiben, an einem kleinen Bahnhof oder an einem Kiosk sich einen Tee kaufen durfte. Das Sichten eines funktionierenden Kaffeeautomaten löste Glücksgefühle aus; vorausgesetzt, man hatte die passenden Münzen in der Hosentasche!

Der Schriftsteller kam 1968 zur Welt und studierte erfolgreich Geschichte, Philosophie und Volkswirtschaft. Anschließend erhielt er seine journalistische Ausbildung bei einem Radiosender. Als Redakteur war er u. a. bei der F.A.Z, „Die Welt“ und „Tagessspiegel“ und „Deutschlandradio“ tätig. Seit 2011 ist Oliver Heilwagen Herausgeber des Online-Kulturportals „kunstundfilm.de“. Im Jahre 2002 erschien sein Städteporträt „Kassels versteckte Schönheiten- Spaziergänge zu 50 idyllischen Orten“. Im Werk „Mit Rad im Lockdown“ weist er auf die historische Ausnahmesituation hierzulande hin. Deutschland zeigt im Lockdown deutlich seine Defizite. Dazu zählen leere Landstriche, geisterhafte Innenstädte; eine Gesellschaft, die sich sozusagen im „Dornröschenschlaf“ befindet. Eines bewirkt der Schriftsteller so ganz nebenbei auch mit dem Buch! Man kümmert sich endlich wieder um den eigenen Drahtesel und hat Lust auf eine Tour bekommen. Natürlich tritt man nicht ins Pedal, um an die zurückgelegten 1.300 Kilometer von Oliver Heilmann heranzukommen oder ihn sogar zu überflügeln. Das Werk „Mit Rad im Lockdown“ von Oliver Heilwagen ist im Verlag „Copyright Publishing“ verlegt worden. Das Buch kostet im deutschen Buchhandel 9,95 Euro. Die ISBN lautet 978-3-9809902-1-9. (Text: Volker/Foto: Volker Neef; „Copyright Publishing“)

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Frank Pfuhl
Frank Pfuhl
SDHB Redaktion Berlin

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