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Es darf gelacht werden

Die Schauspieler Charly Dühlmeyer (mit Sonnenbrille) und Werner Schwier. Foto: Norbert Aping

Es darf gelacht werden

Es gab in den 60er Jahren eine TV-Epoche, die für heutige Verhältnisse wie aus einer anderen Welt klingen mag. Man verzeichnete in der Bundesrepublik Deutschland zu dieser Zeit nur einen Sender. Man konnte die ARD schwarz-weiß von Nachmittag bis Abend sehen. Von 1961 bis 1965 strahlte der Hessische Rundfunk die Serie „Es darf gelacht werden“ aus. Als Moderator wirkte der Schauspieler Werner Schwier, der von 1921 bis 1982 gelebt hatte. In 65 Folgen stellte er Stummfilme und deren Stars vor. Der Komponist und Pianist Konrad Elfers spielte dazu am Klavier Musik, passend zu den Filmszenen. Musikalisch unterstützt wurde Konrad Elfers vom Stehgeiger Geza Janos. 

Die Sendung zog die Cineasten magisch an. Komiker, Spaßmacher, Lachunterhalter, seien es Weltstars wie Charlie Chaplin, Buster Keaton oder heute kaum noch bekannte oder längst vergessene Stummfilmkönige hatten ihren Auftritt bei „Es darf gelacht werden“. Am 14. Mai 1961, heute vor 60 Jahren, zeigte der Hessische Rundfunk die erste Folge von „Es darf gelacht werden“. Unser Tipp für alle Cineasten: Der 1952 geborene Autor Norbert Aping hat das Buch „Es darf gelacht werden – Von Männern ohne Nerven und Vätern der Klamotte – Lexikon der Deutschen Slapstickserien Ost und West“ verfasst. Das 436 Seiten umfassende Werk ist im Schüren Verlag in Marburg erschienen. Der Autor stellt in lexikalischer Form die Serien, ihre Resonanzen, Hintergründe und Verantwortliche hinter den Kulissen vor. Neben den großen internationalen Stars erinnert Norbert Aping beispielsweise an den Franzosen Max Lindner, jung mit 41 Jahren 1925 in Paris verstorben, den deutsch-österreichischen Künstler Theo Lingen (1903 bis 1978) sowie Stan und Ollie, bekannt als Dick und Doof; Die Väter der Klamotte; Die kleinen Strolche; Als die Bilder laufen lernten; Pat und Patachon; Ein himmlisches Vergnügen – Harold Lloyd und viele andere lässt Norbert Arping Revue passieren. Im DDR-Fernsehen konnte man einst beispielsweise Slapstick-Serien sehen wie: Lachparade; Filmspäße aus den Kinderjahren des Kintopps; Laurel und Hardy; Jubel, Trubel, Sensationen. Diese Serien im DDR-TV spricht der Autor ebenfalls an. Das Lied „Es darf gelacht werden“ von Conny Schumann, dem begnadeten Filmkomponisten, ist mit musikalischen Noten im von Norbert Aping verfassten und im Schüren Verlag in Marburg erschienenen Werk „Es darf gelacht werden – Von Männern ohne Nerven und Vätern der Klamotte – Lexikon der Deutschen Slapstickserien Ost und West“ auch aufgeführt. Das Buch kostet im deutschen Buchhandel 28 Euro, das E-Book 19,99 Euro. ISBN 978-3-7410-0339-4.

(Text: Stimme-Der-Hauptstadt /Volker Neef/Foto: Norbert Aping)

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Frank Pfuhl
Frank Pfuhl
SDHB Redaktion Berlin

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