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Eberhard Diepgen- Einer von uns

Eberhard Diepgen Foto: Volker Neef

Eberhard Diepgen- Einer von uns

Am 13. November konnte der ehemalige Regierende Berliner Bürgermeister Eberhard Diepgen seinen 80. Geburtstag feiern. 

Die CDU hatte zu einem Empfang ins Schloss Friedrichsfelde gebeten. Eberhard Diepgen war von 1984 bis 1989 und dann nochmals von 1991 bis 2001 im Amt. Von 1989 bis 1991, im Jahr des Mauerfalls, war Walter Momper (SPD) im Amt. Diepgens Nachfolger 2001 wurde Klaus Wowereit (SPD). Zwei Besonderheiten zeichnen den jetzigen Berliner CDU-Ehrenvorsitzenden aus! Der gebürtige Pankower war der erste in Berlin geborene Berliner Regierende Bürgermeister und ist bis heute der einzige, der nach seinem Ausscheiden aus dem Amt nochmals wiedergewählt worden ist. Im Schloss Friedrichsfelde eröffnete der CDU-Vorsitzende von Lichtenberg und Mitglied des Berliner Abgeordnetenhauses, Prof. Dr. Martin Pätzold, den Empfang zu Ehren des Geburtstages von Eberhard Diepgen. Martin Pätzold betonte: „Es ist für uns Lichtenberger eine ganz große Ehre, dass der Berliner CDU-Ehrenvorsitzende Eberhard Diepgen hier im Schloss Friedrichsfelde feiert. Gerne werden wir in Friedrichsfelde auch seinen 90. Geburtstag ausrichten“. Die Moderation lag in den Händen von Danny Freymark. Er gehört dem Berliner Abgeordnetenhaus an. In der CDU-Fraktion ist Danny Freymark Stellvertretender Fraktionsvorsitzender. Im Pressegespräch betonte er: „Für mich war, ist und bleibt Herr Diepgen immer ein politisches Vorbild! Ich habe an ihm immer seinen kritischen Geist bewundert, das ist bis heute der Fall“. Die Laudatio hielt der ehemalige Bundesminister Dr. Thomas de Maiziere. Er ging auch auf den „kritischen Geist des Eberhard Diepgens ein. Er hatte es den Bundeskanzlern, ob sie nun aus den Reihen der SPD oder CDU stammten, nie leichtgemacht“. Der ehemalige Bundesminister betonte, die Entscheidung Diepgens, gleiche Löhne und Gehälter in der Berliner Verwaltung kurz nach der Wiederbereinigung zu zahlen, „wurde seinerzeit viel kritisiert. Die Zeit gab Eberhard Diepgen Recht und belegte, wie weitsichtig er gedacht hatte“. Man könne ihn sehr fair und kurz sowie knapp beschreiben, „wenn man sich an ein altes Wahlplakat vom Regierenden Bürgermeister Diepgen zurückerinnert. Da stand zu lesen: Einer von uns“.

Der CDU-Landesvorsitzende Kai Wegner, MdA sagte: „Eberhard Diepgen verkörpert mit seinem politischen Lebenslauf wie kaum ein Zweiter den unermüdlichen Kampf für die Einheit Berlins. Für ihn war die Deutsche Frage so lange offen, wie das Brandenburger Tor geschlossen blieb. Auch die Geschichte des Zusammenwachsens unserer Stadt kann ohne den Namen Eberhard Diepgen nicht erzählt werden. Die Angleichung der Lebensverhältnisse in Ost und West wird immer mit seinem Namen verbunden bleiben. 
Mit seiner Bürgernähe und seiner bescheidenen Art war Eberhard Diepgen der anerkannte Regierende Bürgermeister für alle Berlinerinnen und Berliner. Seine Sachkenntnis, Fleiß und preußisches Pflichtbewusstsein sind legendär. Eberhard Diepgen hat sich um Berlin verdient gemacht“. In Friedrichsfelde traf man u. a. auf zahlreiche ehemalige sowie aktive Politiker an. Man sah beispielsweise Bundesminister a. D. Prof. Dr. Ruprecht Scholz; Kulturstaatsministerin und Reinickendorfer Bundestagsabgeordnete Prof. Monika Grütters; den ehemaligen Justizsenator und jetzigen Bundestagsabgeordneten aus Steglitz-Zehlendorf, Thomas Heilmann; die ehemaligen CDU-Fraktionsvorsitzenden aus dem Berliner Abgeordnetenhaus, Klaus Landowsky und Burkard Dregger. Verlegerin Friede Springer und Zoodirektor Dr. Andreas Knieriem waren ebenfalls anwesend. Eberhard Diepgen meinte gelassen, man habe ihn wohl seinerzeit zum Ehrenvorsitzenden gewählt, damit er endlich das tue, „was man von einem Ehrenvorsitzenden erwarte: Sich zurückhalten mit Äußerungen. Das ist aber nun mal nicht meine Art“. Langanhaltender Applaus der Gäste war der Lohn für die Ausführungen des Jubilars! Er, der „Einer von uns ist“, wird immer seine Stimme erheben, wenn er es für angebracht hält. 

Der jetzige Regierende Berliner Bürgermeister Michael Müller (SPD) betonte: „Eberhard Diepgen hat sich um die Wiedervereinigung Berlins unschätzbare Verdienste erworben“. Michael Müller und Berlins Parlamentspräsident Dennis Buchner (SPD) werden sich demnächst noch persönlich bei Eberhard Diepgen bedanken! Am 24. November richten Michael Müller und Dennis Buchner im Säulensaal des Roten Rathauses in Berlin-Mitte ein Mittagessen aus Anlass des 80. Geburtstages von Eberhard Diepgen aus.

(Stimme der Hauptstadt Text/Foto: Volker Neef)

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Frank Pfuhl
Frank Pfuhl
SDHB Redaktion Berlin

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