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Der Heilige St. Nikolaus, der Evangelist Johannes und Dario Moreno sind in Izmir zu Hause

Izmir

Ein Urlaub in der Türkei fängt immer mit einem „Hosgeldiniz“ an! Wer an einem deutschen Flughafen eine Maschine der TURKISH AIRLINES betritt, wird auf diese freundliche Art mit einem WILLKOMMEN begrüßt.  Mit dem modernen Flieger der TURKISH AIRLINES von Deutschland aus dann in Istanbul angekommen, macht der Tourist sofort Bekanntschaft mit dem im Oktober 2018 eröffneten İGA Istanbul Airport. Nach nur 42 Monaten Bauzeit nahm er seine Tätigkeit auf. Noch ist auch der alte Flughafen, Istanbul-Atatürk, in Betrieb. Er dient aber nur noch für die Abfertigung von Frachtmaschinen. Demnächst soll Istanbul-Atatürk geschlossen werden. Türkei steht für: Das eine Land, dass sich auf zwei Kontinenten erstreckt. In der 15,5 Millionen-Einwohner-Metropole Istanbul gibt der Bosporus die Trennung zwischen Asien und Europa vor. Nur ca. drei Prozent des Landes gehören zu Europa. An der Küste der Ägäis befindet sich Izmir. Sie liegt 475 Kilometer von Istanbul entfernt und verfügt über einen eigenen Flughafen. Mehrmals täglich gibt es Flugverbindungen von und nach Izmir von Istanbul aus. Dem ein oder anderen Erwachsenen werden Kindheitserinnerungen in den Sinn kommen! Izmir wird in der Bibel als Smyrna erwähnt. Der Heilige Nikolaus war einst Bischof von Myra. Er lebte wahrscheinlich von 270 bis zum 6. Dezember 326. In dieser Region war er einst zu Hause. Der Evangelist Johannes gilt als Hauptautor des Johannes-Evangeliums. Er kannte wohl Jesus noch persönlich. Man bezeichnet ihn auch als Johannes von der Lateinischen Pforte. Ihm zu Ehren legte man 1862 den Grundstein der bis heute bestehenden St.-Johannes-Kathedrale. Der 32. Sultan des Osmanischen Reiches, Abdülaziz, lebte von 1830 bis 1876. Er spendete 1863 aus seinem Privatvermögen eine beträchtliche Summe zum Bau des christlichen Gotteshauses. Weitere Spenden von Katholiken, besonders aus Frankreich, führten zur Kirchweihe im Jahre 1874. Der erste Erzbischof hier war der aus Neapel stammende Priester Vincent Spaccapietra.  

Glockenturm von Izmir

Der Geistliche lebte von 1801 bis 1878 und wurde 1862 vom Papst zum Erzbischof von Izmir ernannt. Der Priester fand seine letzte Ruhestätte in einer Gruft in seiner Kirche. Im Gotteshaus finden unverändert Gottesdienste statt. Seit 2017 in Armenischer Sprache. Das Kirchenpersonal und das Gotteshaus sind dem Heiligen Vater in Rom unterstellt. In Izmir ist der Besuch des Glockenturms und des historischen Kemeralti Bazar sehr zu empfehlen. Den Glockenturm schenkte Sultan Abdul Hamit II. den Einwohnern von Izmir 1901.  

Am Konak-Platz befindet sich der Glockenturm. Architekt war der aus Frankreich stammende Architekt Raymond Charles Pere. Kein geringerer als der deutsche Kaiser Wilhelm II. schenkte den Bürgern von Izmir die zum Turm passende Uhr. Auf den bis 1989 gültigen türkischen 500-Lira-Banknoten war der Glockenturm von Izmir abgebildet. In Izmir ist im Stadtteil Karatas eine Straße nach dem Filmschauspieler, Komponisten und Sänger Dario Moreno benannt.

Künstler Dario Moreno

Der 1921 geborene Künstler starb mit nur 47 Jahren an den Folgen eines Herzinfarktes. Er stammt aus der Umgebung von Izmir. Weltruhm erlangte er in dem 1953 gedrehten Spielfilm „Lohn der Angst“. An der Seite von Yves Montand und Peter van Eyck trat er auf. Ebenso sah man ihn beispielsweise in „Serenade für zwei Pistolen“ an der Seite von Eddie Constantine. An der Seite von Jean Marais wirkte Dario Moreno mit in „Der Lord mit der MP“. 1964 widmete er sein Chanson „Istanbul“ der gleichnamigen Millionenmetropole am Bosporus. Bereits 1961 brachte er das Chanson „Brigitte Bardot“ heraus. Bereits 1958 lernte er seine französische Kollegin bei gemeinsamen Dreharbeiten des Spielfilms „Ein Weib wie ein Satan“ kennen. Mit der weltberühmten Französin sang er auf den Bühnen in allen Kontinenten sehr oft zusammen dieses Lied. 1962 spielte Dario Moreno den „Camillo“ in dem Spielfilm „Die lustige Witwe“. Seine Filmpartner waren hier u. a. Peter Alexander, Gunther Philipp und Karin Hübner.  Sein Chanson „Coucouroucoucou“ wird heute noch live auf vielen Bühnen gesungen. So haben es beispielsweise Nana Mouskouri und Julio Iglesisas in ihren Programmen. In Izmir ist ein kleines Viertel mit einem Museum dem Künstler Dario Moreno gewidmet. Im Volksmund wird es „Petit Montmartre“ nach dem großen Vorbild in Paris genannt.  Besucher aus Westeuropa werden mit einem lautvernehmbaren „Teschekür“, dem Wort für „Danke“, das Land verlassen. Die Gastfreundschaft der Türken, das kulturelle Erbe, die schmackhafte Küche und sehr viel Sonne sowie Strand sorgen dafür, dass sich der Tourist sehr wohl fühlt und noch sehr lange nach seiner Ankunft im Kreis von Verwandten, Kollegen und Freunden von diesem Urlaub schwärmen wird. Mitte Juni 2021 hat der Reisejournalist im Rahmen einer Rundreise durch die Türkei erfreulicherweise beobachten können, die Bevölkerung beachtet die Maskenpflicht peinlichst genau. Hotelanlagen und Restaurants arbeiten mit niedergelassenen und in Krankenhäusern tätigen Ärzten zusammen. Beim Betreten des Hotels oder der Gaststätte wird der Tourist jedes Mal getestet. Die Türkei gilt mittlerweile nicht mehr als ein Hochrisikogebiet. Jeder Flugreisende, der älter als 6 Jahre ist, muss innerhalb eines Zeitraumes von 72 Stunden vor dem Abflug ein elektronisches Formular des türkischen Gesundheitsministers ausfüllen. Beim Check-In in Deutschland und bei der Einreise in die Türkei legt der Gast das Formular vor. Dann empfängt das Land, das sich über zwei Kontinente erstreckt, den staunenden Betrachter und zeigt sich von seiner ganzen Schönheit. (Text: Volker Neef/Fotos: İGA Istanbul Airport; Volker Neef) 

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Frank Pfuhl
Frank Pfuhl
SDHB Redaktion Berlin

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