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Das westfälische Herten

Das westfälische Herten

Von Berlin aus sind es knapp 600 Kilometer bis ins westfälische Herten. Die Stadt hat rund 62.000 Einwohner. Herten gehört zum Kreis Recklinghausen. Erstmals erwähnt wurde die Stadt im Ruhrgebiet 1050. Im Mittelalter war die Gemeinde Teil des Kurfürstentums Köln. 1376 entstand das Wasserschloss Herten. Bei einem Besuch in Herten ist das Schloss ein MUSS! Inmitten eines englischen Landschaftsgartens liegt es eingebettet. Unter Denkmalschutz steht das Hauptgebäude der Schlossanlage seit 1962. Während der Besetzung des Ruhrgebiets von 1923 bis 1925 beschlagnahmte die französische Armee das Wasserschloss und quartierte seine Soldaten hier ein. Diese gingen nicht gerade pfleglich mit dem Schloss um. Das später restaurierte Gebäude dient heute als Sozialklinik und Tagesklinik. In Herten befinden sich die größten Wassertürme Deutschlands. Die beiden Türme sind 30 Meter hoch und fassen 4.000 Kubikmeter bzw. 5.000. Sehenswert ist auf jeden Fall auch die Halde Hoheward. Sie ist eine Berghalde und entstand aus Schüttungen mehrerer Schachtanlagen. Die höchste Stelle der Halde befindet sich auf ca. 153 Metern. Bei guter Sicht kann man von dort bis nach Düsseldorf blicken! Dann ist der Rheinturm in der Landeshauptstadt zu sehen. Im Hertener Stadtteil Westerholt befindet sich das Schloss Westerholt. Das Wasserschloss gehört zum Besitz der gräflichen Familie von Westerholt. Ältere Leser kennen bestimmt noch den „Löwenpark von Westerholt.“ Egon Graf von Westerholt eröffnete 1968 den Löwenpark im Westerholter Wald in Gelsenkirchen-Buer. Den Herrn Grafen nannten die Bürger fortan nur noch „Graf Löwenherz.“ Den Löwenpark schloss man 1988. Wer mit dem Zug anreisen möchte, reist bis Recklinghausen Hauptbahnhof und nimmt den Bus 249 nach Herten. (Stimme-Der-Hauptstadt Text: Volker Neef/Fotos: Svetlana Reinwarth)

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Frank Pfuhl
Frank Pfuhl
SDHB Redaktion Berlin

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