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Christian Wolf aus Lichtenberg- Neu im Parlament

Christian Wolf Foto: FDP-Fraktion im Berliner Abgeordnetenhaus

Christian Wolf aus Lichtenberg- Neu im Parlament

Schlagerfreunde kennen den Hit der in Berlin lebenden Sängerin Katja Ebstein „Wunder gibt es immer wieder“. Die FDP in Lichtenberg kann seit den Wahlen am 26. September tief durchatmen und von einem Wunder sprechen. Bei den Wahlen kamen die Liberalen auf 5,4 Prozent der Zweitstimmen für das Abgeordnetenhaus und auf 5,5 Prozent bei den BVV-Wahlen im knapp 297.000 Einwohner umfassenden Bezirk Lichtenberg. 

Noch nie seit der Wiedervereinigung, immerhin schon über 3 Jahrzehnte her, verfügte die FDP in Lichtenberg über eine Fraktion in der BVV. Nur ein einziges Mal stellte Lichtenberg einen Liberalen für das Abgeordnetenhaus. Direkt nach der Wiedervereinigung zog der Abgeordnete Wolf ins Parlament ein. Jetzt stellt Lichtenberg, welch ein Wunder, wieder den Abgeordneten Wolf. Allerdings hat Christian Wolf mit seinem Namensvetter aus dem Jahre 1990 keine verwandtschaftlichen Beziehungen. „Es ist einfach ein Namenszufall“, sagte im Pressegespräch Christian Wolf. Als sein Namensvetter Hans-Peter Wolf 1990 ins Berliner Parlament einzog, war der gebürtige Lichtenberger Christian Wolf gerade einmal 11 Jahre jung. Der Lichtenberger ist verheiratet und Vater einer Tochter und eines Sohnes. „Die Probleme von Unternehmern sind mir durch meine Arbeit und durch meine Frau bestens vertraut. Sie führt in Lichtenberg seit fast 24 Jahren ein Blumenfachgeschäft und beschäftigt 4 Mitarbeiter. Sehr oft habe ich als mithelfender Familienangehöriger mitgeholfen und tue das noch immer. 

Eine Ausbildung als „Biologisch-Technischer-Assistent“ und sein 10-monatiger Wehrdienst im Jägerbataillon 1 Berlin als Scharfschütze liegt hinter ihm. Zudem kann der Lichtenberger auf einen Bachelor in „Business Administration“ und ein Master in „Business Consulting“ verweisen. Sein erfolgreiches Studium als Betriebswirt fiel dem neuen Parlamentarier nicht in den berühmten Schoss! Im Abend- sowie Fernstudium hatte Christian Wolf sich dies alles neben Berufstätigkeit und Familie angeeignet. Als Senior Manager ist er bei der Berliner Wirtschaftsförderung tätig und berät dort berlinweit Unternehmen zur Finanzierung, zu Fördermitteln und begleitet sie bei Investitionsvorhaben. Eine ähnliche Tätigkeit hatte er zuvor bei der IHK Ostbrandenburg in Frankfurt/Oder als Industriereferent inne. In der Zeit als Abgeordneter wird er seine berufliche Tätigkeit bei der Berliner Wirtschaftsförderung allerdings ab Januar 2022 ruhen lassen.

Seit 2017 gehört er der FDP Lichtenberg an und ist Stellvertretender Bezirksvorsitzender. Er ist auch Mitglied im „Liberalen Mittelstand Berlin e.V.“ und arbeitet im Landesfachausschuss Wirtschaft, Innovationen, Haushalt, Finanzen der FDP Berlin mit.

 „Ja, man kann mich einen Quereinsteiger nennen. Ich bin zur FDP gekommen aufgrund der AfD! Bei den Wahlen 2016 musste ich erleben, wie diese Partei wuchs und wuchs, auch in meinem Heimatbezirk Lichtenberg. Als dann noch ein Wahlkreis in Hohenschönhausen direkt von der AfD erobert werden konnte, war es für mich vorbei mit dem Zusehen. Ich habe mich dann entschlossen, auch aktiv gegen rechte Politik vorzugehen und trat der freiheitsliebenden FDP bei. Wie richtig ich gelegen hatte, zeigte sich bereits wenig später. Der Lichtenberger Abgeordnete der AfD trat aus Partei und Fraktion aus und schloss sich sogar der NPD an. Ein Mitglied der Nationaldemokratischen Partei in einem deutschen Parlament. Was soll man hierzulande und im Ausland bloß davon halten? Da sagte ich mir selbst, es war die richtige Entscheidung, den persönlichen Schalter umgelegt zu haben vom Zuschauer zum aktiven, politischen Menschen“. Seinen Schwerpunkt will der Volksvertreter gerne auf den wirtschaftlichen Bereich legen, besonders im Hinblick auf seinen Wohnort und Wahlkreis Lichtenberg. „Wissen Sie, wer der größte Arbeitgeber in Lichtenberg ist?“ Christian Wolf gibt dann schon die Antwort! „Es ist mit rund 2.100 Mitarbeitern das Bezirksamt“. Da er sich in Sachen Wirtschaftsförderung bestens auskennt, wird er es sich auch zur Aufgabe machen, interessierte Unternehmer zu einer Ansiedlung in Lichtenberg zu bewegen. „Ob es sich dabei um ein Start-up, einen Handwerksbetrieb oder einen großen internationalen Konzern handelt, ist nicht von sehr großer Bedeutung. Es geht mir darum, für potenzielle Ansiedler den Bezirk wirtschaftsfreundlich darzustellen. Der große Vorteil von Lichtenberg liegt auch darin, man verfügt noch über Freiflächen und es entstehen neue attraktive Büroflächen. Im Bereich des Innenstadtrings findet man kaum noch eine einzige Lücke, um seinen Geschäftssitz zu errichten oder preiswerte Gewerbeflächen zu mieten. Zudem müssen die Unternehmen, die bereits im Bezirk aktiv sind, beim Wachstum unterstützt werden. Viele Pluspunkte bietet Lichtenberg auch in anderen Bereichen an. Man muss nur diese Pluspunkte auch außerhalb des Bezirkes bekanntmachen. „Ich selbst ärgere mich maßlos, wenn Lichtenberg nur in den Meldungen des Polizeireports eine Rolle spielt“. Allein im Kultur- und Freizeitsektor „bietet Lichtenberg sehr viel an. Da erwähne ich gerne das „Theater an der Parkaue“ und natürlich den Tierpark in Friedrichsfelde, aber auch die neue Ausstellung „Dark Matter“. In Alt-Hohenschönhausen befindet sich das Mies van der Rohe-Haus. Sowohl im Gebäude als auch im Park wird auf die Schaffenskraft des berühmten Architekten Ludwig Mies van der Rohe aufmerksam gemacht“. In sportlicher Hinsicht kann Lichtenberg auch sehr viel bieten! „In Hohenschönhausen befindet sich das Sportforum. Es darf sich sogar Olympiastützpunkt nennen. Und auch das neu errichtete Wellenwerk ist als Surfspot über die Grenzen des Bezirks hinaus bekannt.“. Fällt das Wort „Hohenschönhausen“, denkt man unweigerlich an die Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen. Die Stasi hatte hier zu Zeiten der DDR unter dem Minister für Staatssicherheit, Erich Mielke, unliebsame Bürger inhaftiert. Wer gegen das Regime sich aufgelehnt hatte, sei es, dass man Rede-, Presse-, Kunst- oder Reisefreiheit u. a. gefordert hatte, wurde gnadenlos verfolgt und letztendlich zu einer Haftstrafe verurteilt. Dazu teilte Christian Wolf mit: „Dieser Gedenkort muss noch für viele nach uns folgende Generationen Bestand haben. Zeigt es doch auch, wozu Unfreiheit führte und was mit Menschen, die sich nach Freiheit gesehnt hatten, geschehen ist“. Da wird der Parlamentarier auch aktiv sein, diese Gedenkstätte noch bekannter zu machen, als sie schon ist und ganz genau darauf schauen, welche Finanzierungs- und Fördermittel der neue Senat bereit ist, der Gedenkstätte Hohenschönhausen demnächst zukommen zu lassen. Wie hatte er es im Pressegespräch bereits am Anfang betont? „Der Freiheit wegen bin ich in die FDP eingetreten“.

Man kann Christian Wolf erreichen unter seiner Mailanschrift 

christian.wolf@fdp-fraktion.berlin (Text:Stimme der Hauptstadt Volker Neef/Foto: FDP-Fraktion im Berliner Abgeordnetenhaus)

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Frank Pfuhl
Frank Pfuhl
SDHB Redaktion Berlin

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