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Buchvorstellung: Zehdenick

1.-Mai-Feier 1962 mit einer sowjetischen Militärkapelle auf dem Weg zum Festplatz. Bildnachweis: Archiv Ulrich Drewin

Buchvorstellung: Zehdenick

Ulrich Drewin ist als renommierter Heimatforscher und Buchautor bekannt. Er kam 1940 zur Welt und war einst als Elektromonteur tätig. Die amtsfreie Havelstadt Zehdenick im Landkreis Oberhavel ist seine Heimat. Insgesamt leben dort knapp 14.000 Einwohner. Wer auf Entdeckungsreise durch Zehdenick, so ab 1890 bis heute, gehen möchte, findet in dem Buch „Zehdenick-Eine historische Bildereise“ knapp 200 eindrucksvolle Fotos. Die historische Bilderreise durch Zehdenick ist im Sutton Verlag aus Erfurt erschienen. Das im Dezember 2020 erschiene Werk von Ulrich Drewin umfasst 128 Seiten.

Tischlermeister Paul Ernst und Ehefrau (rechts mit Schürze) sowie seine Mitarbeiter stellten sich 1950 zu einem Gruppenfoto auf. Hier wurde gerade Richtfest eines Lagerschuppens gefeiert.

Bildnachweis: Archiv Ulrich Drewin

Der Autor nimmt den Leser mit auf eine spannende Zeitreise. In seinem Buch bekommt man teils bisher unveröffentlichte Aufnahmen zu sehen. Der Leser schlägt im Grunde gar kein Buch auf! Der historische Städteführer Ulrich Drewin nimmt einen an die Hand und man geht gemeinsam durch das Zehdenick von gestern und vorgestern. Problemlos kann man sich auch als Passagier an Bord eines Schiffes fühlen. Der Autor hat in seinem Werk beispielsweise ein Foto eines Finow-Lastkahnes um 1965 (S. 16) sowie das Foto eines Lastkahnes, ebenfalls um 1965 entstanden, sowie eines großen, kastenförmigen Lastkahnes, aus der Schiffsklasse Prahm (S. 17), regelrecht zu Wasser gelassen. Beim Betrachten dieser Fotos muss der Leser nur ein ganz wenig Fantasie walten lassen, schon fühlt er sich an Bord versetzt. Es kommt zum Vorschein, Zehdenick an der Havel ist eine Wasserstadt. Der knapp 335 Kilometer lange Nebenfluss der Elbe durchquert Zehdenick. Die Havel prägte einst und heute immer noch den Ort. Wie veränderlich eine Stadt im Laufe der Zeit geworden ist, sieht man beispielsweise auf den S. 68 und 69. Wo einst der festliche Gasthof „Bürgerkeller“ sich befand und der ein oder andere Gast nach dem Genuss von einigen Bierchen am nächsten Tag mit Kopfweh aufgewacht ist, kann man heute an derselben Stelle etwas gegen Kopfweh tun! Eine Apotheke befindet sich dort jetzt. Wo einst Gäste im Hotel „Kronprinz“ am Markt zum Übernachten abgestiegen sind, wird heute Geld gezählt und in Sachen Anlage und Kreditaufnahme beraten. Eine große Bank aus Frankfurt am Main hat da ihre Schalterräume eröffnet. Ulrich Drewin ist es in seinem Werk „Zehdenick-Eine historische Bildereise“ beinahe spielerisch gelungen, uns durch das gute, alte Städtchen an der Havel zu führen.

Die Schuhmacherwerkstatt von Heinrich Kluge (Junior Franz: 2. von links, sitzend) in der Klosterstraße 2
in den 1930er-Jahren. Das Schuhhaus Kluge besteht bis heute

Bildnachweis: Archiv Ulrich Drewin

Vereinshäuser, Schleusen, edle Restaurants und Hotels sowie die Eckkneipe und alles was zu einem urbanen Leben noch dazugehört, also Metzgerei, Sattlerei, Schuhmacherei, Postamt, Rathaus, Kirchen und Läden, machen dem heutigen Leser ihre Aufwartung. Eine sehr lesenswerte und betrachtungsreiche Bilderreise, nicht nur für Bürger aus Zehdenick oder ehemalige Bewohner dieser Havelstadt. Das von Ulrich Drewin im Sutton Verlag aus Erfurt

erschiene Buch hat die ISBN: 978-3-96303-219-6. Es kostet im deutschen Buchhandel 19,99 Euro.

(Text: Stimme-Der-Hauptstadt von Volker Neef/Fotos: Archiv Ulrich Drewin)

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Frank Pfuhl
Frank Pfuhl
SDHB Redaktion Berlin

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