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Buchvorstellung: Berlin-Farbdias aus den 40ern

054 Stadtschloss Löwen Bildnachweis: Archiv Michael Sobotta

Buchvorstellung: Berlin-Farbdias aus den 40ern 

Der 1949 geborene Michael Sobotta hat bis zu seinem Eintreten in den Ruhestand bei der Bundesdruckerei gearbeitet. Der Berliner ist leidenschaftlicher Sammler von historischen Farbdias. Michael Sobotta ist bereits erfolgreich als Autor von Bildbänden zur Berliner Stadtgeschichte in Erscheinung getreten. Im Oktober 2020 brachte er im Sutton Verlag in Erfurt sein Werk „Berlin-Farbdias aus den 40ern“ heraus. Knapp 160 bisher unveröffentlichte Bilder präsentiert Michael Sobotta dem Leser. Amateure haben einst diese Farbaufnahmen veranlasst.

060-061 Dom-Ensemble
Bildnachweis: Archiv Michael Sobotta

Sehr seltene Aufnahmen von ersten Bombenschäden sind ebenso zu sehen wie Schnappschüsse aus der Nachkriegszeit. Das menschenleere Berlin bei Nacht ist eine beeindruckende Mahnung! Während des Krieges war man nachts in Berlin im Bunker. Manche Prachtstraße sieht man reichlich beflaggt mit der Hakenkreuzfahne, dem Symbol des Dritten Reiches. Am Ende führte das falsche massenhafte Hurra-Schreien für den größenwahnsinnigen Hitler auf diesen Prachtstraßen zum Krieg und letztendlich zum Überlebenskampf in Bunkern und Kellern. Das ein oder andere Gebäude, das man zu sehen bekommt in dem Werk von Michael Sobotta, ist im Krieg zerstört worden und schon lange nicht mehr existent. Wer das ein oder andere Gebäude, den ein oder anderen Platz noch aus Kindertagen kennt und heute vergebens in der Bundeshauptstadt sucht, fühlt sich wehmütig an das „Berlin von gestern“ erinnert. So ist die im Ortsteil Friedenau gelegene und knapp 1,7 Kilometer lange Rheinstraße auch per Farbdia zu sehen in dem Buch. Darüber sprachen wir mit Thomas Seerig. Der FDP-Politiker aus dem Bezirk Steglitz-Zehlendorf gehört dem Berliner Abgeordnetenhaus an. Der Parlamentarier ist Mitglied des Präsidiums des Berliner

069u Bhf Alexanderplatz
Bildnachweis: Archiv Michael Sobotta

Landesparlamentes. Thomas Seerig teilte mit: „Ich freue mich immer, wenn ich in solchen Bildbänden blättern kann, um das heutige Straßenbild mit der Vergangenheit zu vergleichen. Dies gilt natürlich besonders, wenn dabei eigene Erinnerungen aufgefrischt werden, wie zur Rheinstraße in den Sechzigern des 20. Jahrhunderts. Ich bin nicht nur in Friedenau quasi in Sichtweite der Rheinstraße aufgewachsen, sondern habe Ende der Neunziger sogar dort gewohnt.“ Ob man nun als Betrachter des Bildbandes persönliche Erinnerungen wachrufen kann oder sich nur an den einzigartigen und anmutigen Farbaufnahmen erfreut, ist nicht von allzu großer Bedeutung. Man erlebt das einzigartige Stadtbild der Millionenstadt Berlin von einst. Dem Berlin vor, zwischen dem Krieg und dem Berlin in der Nachkriegszeit. Einer mal lachenden Stadt mit heiteren Menschen, mal mit einer zerstörten und weinenden Stadt und Menschen, die unter Ernährungsmangel und medizinischer Unterversorgung leiden. Wer sich für Geschichte, besonders für die Geschichte Berlins, interessiert, greift zu diesem Bildband! Das von Michael Sobotta im Sutton Verlag Erfurt herausgegebene Werk „Berlin-Farbdias aus den 40ern“ umfasst 168 Seiten und kostet im deutschen Buchhandel 29,99 Euro. Die ISBN lautet 9783963032561

Text: Volker Neef/Bildnachweis: Archiv Michael Sobotta)

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Frank Pfuhl
Frank Pfuhl
SDHB Redaktion Berlin

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