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Buchbesprechung: Brandenburg- 55 Highlights aus der Geschichte

Oderlandmuseums Bad Freienwalde. Ebenso ist er Kurator der Albert-Heyde-Stiftung. Der Autor zahlreicher Veröffentlichungen zur Kulturgeschichte und Volkskunde des Oderlandes ist Ordentliches Mitglied der Brandenburgischen Historischen Kommission. Dr. phil. Reinhard Schmook ist zudem Vorstandsmitglied der Landesgeschichtlichen Vereinigung für die Mark Brandenburg. Von ihm stammt das im Sutton Verlag zu Erfurt erschiene Buch „Brandenburg- 55 Highlights aus der Geschichte.“ Der Schriftsteller geht auf Menschen, Orte und Ereignisse, die Brandenburg bis heute geprägt haben, ein. Das nach der Wendezeit entstandene Bundesland Brandenburg hatte zu Zeiten der DDR eine negative Sonderstellung. Historiker weisen darauf hin! In der Nachkriegszeit hatten Bürger der DDR keinerlei Probleme, wenn sie sagten, sie stammen beispielsweise aus Thüringen, aus Sachsen, aus Berlin, aus Mecklenburg, aus der Lausitz, aus dem Erzgebirge. Das Wort Brandenburg hatten die kommunistischen Funktionäre mit dem für sie so verhassten Begriff Preußen gleichgesetzt.

Foto: Reinhard Schmook

Die einfache Formel lautete: Brandenburg steht für Preußen, wiederum Preußen steht für Brandenburg. Hält man sich vor Augen, dass in der Zeit bis 1953, dem Todesjahr von Stalin, die Führungsriege der allermeisten DDR-Kommunisten Sympathien für den Diktator aus Moskau hatten, kann sich der Außenstehende schnell ausmalen, was ein Bekenntnis eines Bürgers der DDR für Brandenburg hätte bedeuten können. Alleine schon die Gefahr zu sehen, es könnte eventuell Folgen haben, „Brandenburg“ zu sagen, veranlasste Zeitgenossen wohl, Brandenburg nie zu erwähnen. Stand in Zeitungen der DDR das Wort Brandenburg, war immer der Querstrich zu sehen und dahinter stand Havel. Mit Brandenburg war zu DDR-Zeiten die Stadt westlich der Hauptstadt der DDR gemeint. Das Bundesland Brandenburg ist keinesfalls deckungsgleich mit der ehemaligen Preußischen Provinz Brandenburg. Reinhard Schmook geht in seinem Werk auch darauf ein (S. 16), dass die Stand Brandenburg der Mark Brandenburg einst den Namen gab. „Nur das geübte Auge des Archäologen erkennt an der flachen Erhebung auf der Brandenburger Dominselnoch dieeinstige Burganlage, die dem gesamten Land ihren Namen gab.“ Ob der Name von der Aussage „Brand an Burg“ stammt, konnte nie einwandfrei geklärt werden, erklärt der Autor auf S. 17. Auf 120 Seiten werden Brandenburgs  geschichtliche Ereignisse und Personen sehr gut beschrieben von Reinhard Schmook. Natürlich fehlen da nicht der Theologe Paul Gerhard aus Lübben, die Refugien von Berthold Brecht und Walther Rathenau; der Flugpionier Otto Lilienthal, Heinrich von Kleist, das Kloster Chorin, Schloss Sanssouci und die Spreewaldgurke beispielsweise. Der Autor beschäftigt sich auch mit dem Landeswappen (S.116/117) und gibt wissenswerte Erläuterungen dazu. Der von dem Berliner Verwaltungsbeamten Gustav Büchsenschütz (1902 bis 1996) geschriebene Text zum Lied „Märkische Heide, märkischer Sand“ ist die inoffizielle Hymne des Landes. Der wichtigste Brandenburger kommt heute noch weltweit im Deutschunterricht zu Wort. Der 1819 in Neuruppin und 1898 in Berlin gestorbene Schriftsteller Theodor Fontane hat mit seinen zahlreichen Romanen wie „Effi Briest“; „Der Stechlin“; „Irrungen-Wirrungen“ und natürlich mit seinem Gedicht über die Birnen des Herrn von Ribbeck im Havelland zahlreiche Generationen von Germanisten, Deutsch-Lehrern und Schülern mit Brandenburg vertraut gemacht. Das sehr lesenswerte Buch von Reinhard Schmook „Brandenburg- 55 Highlights aus der Geschichte“ ist im Sutton Verlag zu Erfurt erschienen. Es kostet im deutschen Buchhandel 19,99 Euro.ISBN 978-3-96303-073-4. (Text: Volker Neef/Fotos: Reinhard Schmook)

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Frank Pfuhl
Frank Pfuhl
SDHB Redaktion Berlin

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