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Schauspielerin Tanja Arenberg: Arbeiterkammer ist sehr gute Institution- Statement zum Berlinale-Film

Günter Rüdiger als "Pinselheinrich" Zille und Tanja Arenberg als Claire Waldoff (Foto: Volker Neef)

Schauspielerin Tanja Arenberg: Arbeiterkammer ist sehr gute Institution- Statement zum Berlinale-Film

Unsere Redaktion hatte ja den österreichischen Dokumentarfilm „Für die Vielen-Die Arbeiterkammer Wien“ vorgestellt. Der Film des österreichischen Regisseur Constantin Wulff lief in der Sektion Forum im Rahmen der 72. Berlinale.

Die Schauspielerin und Sängerin Tanja Arenberg stammt aus Wien. Die Künstlerin ist seit vielen Jahren in Berlin zu Hause. Wir sprachen mit ihr.

STIMME-DER-HAUPTSTADT: Ein Film über die Arbeiterkammer war bei der 72. Berlinale zu sehen. Was sagen Sie als Wienerin dazu?

Tanja Arenberg: „Als echte Österreicherin, aus der Hauptstadt Wien kommend, freue mich über den Erfolg meines Landsmannes und Kollegen Constantin Wulff auf der Berlinale. Es ist ja schon ein kräftiges Ausrufezeichen für einen Regisseur, wenn sein Film im Rahmen der Berlinale zur Aufführung kommt. Constantin hat diese Ehrung verdient, die Arbeiterkammer mit Sitz in Wien natürlich auch! Ich habe mir selbstverständlich das Werk des Kollegen Wulff angesehen und kann nur sagen: „Ein guter Film, toll umgesetzt!“ Die Arbeiterkammer Wien hat es ja auch verdient, ins gute Licht gerückt zu werden. Seit über einem Jahrhundert ist sie eine sehr gute Institution für alle Arbeitnehmer in Österreich“.

STIMME-DER-HAUPTSTADT: Wir haben Sie schon mehrfach auf der Bühne erleben dürfen. Wir wissen, Sie können perfekt berlinern, das Publikum aber auch mit Wiener Schmäh begeistern. Wann werden wir Sie in Berlin demnächst wieder auf der Bühne sehen?

Tanja Arenberg: „Vielen Dank für Ihr Kompliment. Am 27. März werde ich im Zimmertheater in Steglitz in der Bornstraße um 19 Uhr berlinern. Das Stück trägt den Titel „Das ist mein MilljöhLeben und Lieder der Claire Waldoff“. Claire Waldoff gilt als Inbegriff der „Berliner Pflanze“. Sie wurde auch die „Königin der Kleinkunst“ genannt. Sie war laut, sie war frech und sie rauchte ständig Pfeife. Sie brach für die damalige Zeit alle Konventionen. Sie war befreundet mit Marlene Dietrich, Margo Lion, Heinrich Zille, Kurt Tucholsky, Frank Wedekind, um nur einige zu nennen. Ganz Berlin kannte und kennt ihre Lieder, sie sind noch so frisch und aktuell wie damals.
Zusammen mit dem Pianisten Christian Ernstbringen wir die Welt, das Leben und die Lieder der Claire Waldoff lebendig mit Witz und Esprit dem Publikum näher“.

STIMME-DER-HAUPTSTADT: Danke für das Gespräch. (Text/Foto: Volker Neef)

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Frank Pfuhl
Frank Pfuhl
SDHB Redaktion Berlin

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