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Reinhard Frede: Schlüsselfragen bei „FutureWork 22“ 

Reinhard Frede (Foto: Volker Neef)

Reinhard Frede: Schlüsselfragen bei „FutureWork 22“ 

Am 23. Juni fand auf dem EUREF- Campus in Berlin-Schöneberg die ganztägige Konferenz „FutureWork 22“ statt.

Die Konferenz brachte u. a. folgende Erkenntnis zutage: Die Arbeitswelt hat sich durch den Wandel zu hybriden Arbeitsmodellen verbessert – dieser Aussage stimmen fast die Hälfte der Menschen in Deutschland zu (44,8 Prozent). Das zeigte eine repräsentative Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Civey anlässlich der #futurework22, dem Festival zur Zukunft der Arbeit von Microsoft Deutschland und der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA). 100 Tage nach dem Ende der gesetzlichen Home-Office-Pflicht diskutierte Deutschland weiter intensiv über die Frage, wo und wie wir in Zukunft arbeiten. Nur 24,2 Prozent der Befragten betrachten hybride Arbeit als Verschlechterung, die restlichen Befragten sehen keine Veränderung oder haben keine Meinung. Die #futurework22 stand ganz im Zeichen der Frage, wie die Arbeitswelt der Zukunft nachhaltig gestaltet werden kann. 

(Foto: Volker Neef)

Einer der Teilnehmer auf dem EUREF- Campus war Reinhard Frede. Der FDP-Kommunalpolitiker gehört der BVV in Tempelhof-Schöneberg an. Er ist Stellvertretender Fraktionsvorsitzender der FDP. Im Pressegespräch erklärte Reinhard Frede: „Im Grunde ging es auf dem EUREF- Campus um die zentrale Frage: „Wie wird Deutschland digital?“ Die Schlüsselfragen lauteten:  1. Wie steht es bei uns um die Cybersicherheit? 2. Wie weit sind wir bei der Digitalisierung der Verwaltung? 3. Wann und wie werden Kinder und Jugendliche in den Schulen an das digitale Zeitalter herangeführt?

Bei einer Diskussion mit Mitgliedern des Deutschen Bundestages aus Koalition und Opposition wurden leider nur unverbindliche Allgemeinplätze zum Besten gegeben. Die Zuständigkeiten für den Anschluss an das Breitbandnetz zum Zwecke der Digitalisierung sind auf verschiedene Ministerien aufgeteilt. Ein „Digitalministerium“ gibt es leider nicht. Das sind gute Voraussetzungen dafür, bei dem Misslingen der guten Vorsätze aus dem Koalitionsvertrag die Schuld dafür von einem Koalitionspartner zum anderen weiter zu schieben.

Wenn Fachkräfte fehlen macht es Sinn, die fehlenden Mitarbeiter durch elektronisch gesteuerte Geschäftsprozesse zu ersetzen. Insofern war es eine sehr gute Idee, die „FutureWork 22“  zu veranstalten.

Ich freue mich auch darüber, dass diese hochrangige Veranstaltung im Bezirk Tempelhof – Schöneberg, meinem Heimatbezirk, stattgefunden hatte. Mit vielen Verwaltungsmitarbeitern, angefangen vom Bezirksbürgermeister aus Tempelhof – Schöneberg, verhält es sich analog wie mit vielen älteren Lehrkräften in den Schulen: sie haben mit der Digitalisierung nicht viel „am Hut“! Es soll sogar Verwaltungskräfte geben, denen im ihrem Arbeitsvertrag zugesichert wurde, dass sie niemals etwas mit Digitalisierung zu tun haben werden. Leider war bei „FutureWork22“ kein Repräsentant des Bezirksamtes zu sehen – nirgends!“ 

An dieser Stelle bedanken wir uns nochmals bei Herrn Reinhard Frede, Mitglied der BVV Tempelhof-Schöneberg, für das Gespräch.

Text/Foto: Volker Neef

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Frank Pfuhl
Frank Pfuhl
SDHB Redaktion Berlin

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