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 Meine Reise mit der MSC FANTASIA – Mit jedem Hafen das Beste 

MSC FANTASIA (Foto: Udo Horn)

 Meine Reise mit der MSC FANTASIA – Mit jedem Hafen das Beste 

Um mir ein besonderes Weihnachtsgeschenk zu machen und dem deutschen Corona-Alltag für eine kurze Zeit zu entfliehen, entschloss ich mich kurzfristig für eine Reise mit der MSC FANTASIA ins westliche Mittelmeer. Die seeseitige Routenführung von Genua, Neapel, Palma de Mallorca nach Marseille und zurück nach La Spezia versprach einige Highlight in Hafenstädten, die ich selbst noch nicht direkt bereisen konnte. 

Heute hier, morgen dort – ich als Kreuzfahrtpassagier liebe es, jeden Morgen in derselben Koje, aber in einer anderen Stadt aufzuwachen. Selten bekommt man so eine Vielfalt unterschiedlicher Kulturen und Eindrücke geboten. Besonders schön ist es, wenn der Hafen stadtzentral liegt und man direkt vom Schiff aus, an den geführten Ausflügen (aufgrund von Corona nur in dieser Form derzeit möglich) gehen kann. 

Kaum ein Reisegebiet eignet sich so ideal für eine einwöchige Kreuzfahrt. Schon das wesentlich angenehmere Klima als in Deutschland selbst, sorgte bei mir für eine positive Grundstimmung. 

Bereits von Weitem ist sie zu sehen. Kein Wunder, überragt die MSC FANTASIA der italienischen Reederei MSC Cruises, mit ihren 18 Decks und knapp 70 Metern Höhe mühelos die Häuser und Kirchtürme der italienischen Stadt La Spezia, meinem Ausgangshafen für diese Reise. 

Das Schiff, welches am 20. Dezember von hier auf Reise ging, machte auf mich von Anfang an einen optisch sehr guten und modernen Eindruck. Und dass, obwohl das Schiff bereits seit mehr als 12 Jahren im Einsatz ist. Die MSC FANTASIA war zum Zeitpunkt ihrer Indienststellung mit einer Vermessung von 138.000 BRZ das größte Passagierschiff, das je 

für eine europäische Schifffahrtsgesellschaft gebaut wurde. Sie ist namensgebend für die bezeichnende Fantasia-Baureihe mit den Schwesterschiffen SPLENDIDA, DIVINI und PREZIOSA. Das Schiff hat 18 Decks; bis zu maximal 3.960 Passagiere und 1.325 Crewmitglieder reisen in „normalen“ Zeiten mit ihr. 

Innen alles in farblich abgestimmter Vielfalt, wurde ich beim ersten Rundgang positiv überrascht. Ich spürte den italienischen Esprit und die Leichtigkeit einerseits und die gediegenen Räume als Ruhepol für ältere Passagiere. 

Für die mitreisenden Passagiere stehen ein Kids Pool, ein AquaPark, ein 4D Kino, ein Formel1-Simulator sowie ein überdachter Pool und ein Außenpool in der Schiffsmitte zur Verfügung. Freunde italienischer Küche werden in den Restaurants mit typisch italienischen Gaumenfreunden beglückt. Gern hätte ich mir jedoch zu jeden Mahlzeiten eine Auswahl an Gewürzen gewünscht und sei es nur in Form von Salz und Pfeffer gewesen, aber das scheint nach meinen Erfahrungen wohl auf jedem MSC-Schiff der Fall zu sein. 

Da das italienische La Spezia nur Zustiegshafen für meine einwöchige Seereise war, nutze 

ich die nächstfolgende Möglichkeit, im Rahmen eines geführten Ausflugs die Umgebung um Neapel zu erfahren. 

Nach Abschluß des Ablegemanövers am frühen Abend segeln wir nach Süden, wo Korsika auf der Steuerbordseite meines einwöchigen Zuhauses zu sehen ist, während die Insel Capraia, Elba und Montecristo auf der Backbordseite zu sehen sind, bevor wir am späten Abend einen Südost-Kurz in Richtung Neapel einschlagen. 

Neapel – Entlang der ligurischen Küste 

Amalfi`S Uferstraßen Foto: Udo Horn

Bevor der Hafenlotse für das Anlegemanöver in Genua gegen Mittag an Bord kommt, 

kann man schon die Halbinsel von Sorrent erkennen. Neapel, die Hauptstadt der Region Kampanien, die sich fast in der Mitte des gleichnamigen Golfs erhebt, der von Vulkan 

Vesuv „beherrscht“ wird und eine der Weltstädte mit der höchsten Dichte an kulturellen, künstlerischen und monumentalen Ressourcen ist. Goethe hat schon in seiner Italienischen Reise 1787 über Neapel geschwärmt: „Vedi Napoli e poi muori! – Sieh Neapel und stirb!- 

Das will ich mir aber jetzt noch nicht zur Maxime machen, habe ich doch schließlich für die Tour reichlich an Euros bezahlt und habe die Absicht, noch einiges auf dieser Reise zu erleben. Natürlich hat sich zwischen 1787 und heute einiges getan, was der Stadt einen eher morbiden Charme verleiht. Auch außerhalb von Neapel lässt sich einiges erkunden. 

Mit dem Reisebus und einer auch deutschsprechenden Reisebegleiterin ging es am Mittag durch die Altstadt von Neapel, vorbei am schlafenden Vulkan Vesuv entlang der wunderschönen Amalfiküste direkt nach Amalfi und Camogli, die beide zum UNESCO-Weltkulturerbe gehören. 

Entlang der gut ausgebauten aber engen Küstenstraßen ging es – teils in atemberaubenden Kurven zuerst bis nach Amalfi, für einen ausgedehnten Fotostopp. Die ganze Stadt scheint direkt aus dem Berghang zu wachsen, der die Küste flankiert. Besonders beeindruckend, die teils sehr engen Gassen voller Farben und mit ihren typischen Handwerkerläden sowie einmaligen Produktangeboten der Region. Ich kann mich garnicht genug satt sehen, an der überwältigenden Farbenpracht und weihnachtlichen Stimmung dieses Ortes. Wenig später geht es weiter in das nahe gelegene Fischerdorf Camogli. 

Der Kiesstrand im Fischerdorf Camogli bildet den perfekten Kontrast zu den darüber liegenden orangefarbenen Häusern, die sich in einer Welle von Farben um die Bucht schlängeln. Das Leben hier konzentriert sich auf das Wasser, und es gibt viele Orte, an denen man sitzen und den Blick auf die Wellen am steinigen Ufer genießen kann. In der Nähe liegt auch der Ort San Fruttuoso, eine kleine Bucht, die nur über das Meer oder zu Fuß erreichbar ist. Wahrlich eine absolute Augenweide für jeden Italienliebhaber. 

Die landschaftlich reizvolle Rückfahrt nach Neapel und damit zum Schiff schloss die Tour ab. 

Palma de Mallorca – Die Urlaubsinsel der Deutschen 

Palma de Mallorca-Kathedrale. Foto: Udo Horn

Der Seeweg nach Palma de Mallorca führt entlang der Küste dieser grandiosen und vielfältigen Insel. Am frühen Morgen erkenne ich bereits die Westküste der Insel Palma de Mallorca und die Insel Menorca an der Steuerbordseite des Schiffes. 

Die 400.000 Einwohner zählende Stadt, die zugleich auch Hauptstadt der Balearen und die größte Stadt des Belearen-Archipels ist, will erkundet werden, auch wenn die knappe Liegezeit von sechs Stunden kaum dazu ausreicht. Also entscheide ich mich wieder für einen geführten Tourausflug und begebe mich in die Obhut einer auch deutschsprechenden mallorquinischen Reisebetreuerin. 

Zu meinem Bedauern lässt uns auch heute das Wetter wieder im Stich. Es regnet zwar nicht, aber vom sonnenreichen Wintertagen auf der Insel ist wenig zu sehen. Dank des mediterranen Klimas herrscht in der Stadt trotzdem eine Durchschnittstemperatur von 

17 Grad. 

Der Ausflug ist leider „unspannend“. Es sind hauptsächlich italienische Gäste die die angebotene Tour buchen. Das in Palma immer etwas los sei, kann ich diesmal – wohl auch wegen der angespannten Coronalage – nicht bestätigen. 

Ich erfahre jedoch, dass die Stadt seit der Antike von verschiedenen Zivilisationen bewohnt war, darunter von Römern, die 123 v. Chr. unter Führung des Konsuls Quinto Cecillo Metello nach der Eroberung Palmas eine Kolonie gründeten. Dank ihrer strategischen Lage wurde sie im Laufe der Zeit zum Drehkreuz des Handels zwischen den großen Hafenstädten des westlichen Mittelmeers. 

Nach knapp zwanzig Minuten später stehe ich direkt gegenüber dem weithin sichtbaren Wahrzeichen der Stadt, der Kathedrale La Seu, die im Laufe von 500 Jahren errichtet wurde. Das herrliche gotische Gebäude mit den etwa 110 Meter langen Hauptschiff fasziniert durch die 14 schlanken und knapp 22 Meter hohen Säulen und thront wie eine Glucke über dem Meer. Von außen wirkt die Kathedrale lange nicht so hoch und licht wie von innen. Einst spiegelte es sich im Meer, das bis an die Mauern heranreichte. Heute kontrastiert es mit dem vorgelagerten Parc de la Mar mit See, Blumen und Plastiken und dem Podium Ses Voltes. Ich lasse alles auf mich wirken und bedauere, das einfach zu wenig Zeit zum Entdecken der faszinierenden Stadt blieb. 

Barcelona – Unbedingt eine Reise wert 

Barcelona – Kathedrale. Foto: Udo Horn

„Barcelona!“ – wer erinnert sich nicht gerne an das musikalische Duett von Freddy Mercury und Monserat Caballe, die gemeinsam die Schönheit der Stadt besingen. Ja, diese Stadt ist für viele Menschen ein wahrer Sehnsuchtsort. 

Heute ist Barcelona der grösste Kreuzfahrthafen in Europa. Am weitesten von der sichtbaren Innenstadt entfernt, liegen mehrere Terminals, die sich an einer eigenen Mole, die insgesamt bis zu sieben Kreuzfahrtschiffe gleichzeitig abfertigen kann. Am 24. Dezember waren wir das einzige Schiff, welches am Terminal A festmachte. 

Man sollte schon wirklich viel Zeit einplanen, um das herrliche Barcelona, der Hauptstadt Kataloniens mit seinen unendlich prachtvollen Bauten, unter anderem auch die des Jugendstil-Architekten Gaudi kennenzulernen. 

In nur knapp drei Stunden befuhren wir – die mit einem Reisebus möglich – schönsten Punkte der Innenstadt und des Außenrings Barcelonas. 

Unbedingt sehenswert das gotische Altstadtviertel mit der Kathedrale Santa Eulalia, dem Rathaus an der Place de Sant Jaume und der unvollendeten Sagrada Familia. Leider war eine Besichtigung meiner Gruppe nicht eingeplant, was ich doch sehr bedauerte. So blieb nur die kurze Sicht von außen. 144 Jahre nach Baubeginn und pünktlich zu Gaudis 100. Todestag soll die berühmteste Touristenattraktion Barcelonas im Jahre 2026 endlich fertig werden. 

Unbedingt sehenswert ist die – zur Zeit meiner Reise wenig belebte – Allee La Rambla. In Zeiten ohne Coronabeschränkungen schieben sich Tausende Touristen aus aller Welt über den Boulevard. Gleich neben der Rambla sieht man vom Reisebus aus die Placa Reial, einen der schönsten Plätze der Stadt mit einem hübschen Springbrunnen und von Gaudi entworfenen Laternenmasten. Für den perfekten Blick fahren wir abschließend zur Ausgangsstation der Seilbahn auf den Montjuic. Hier genieße ich die tolle, aber durch Wolken verhangene Aussicht auf den Hafen und die Stadt. Auf dem Rückweg zum Schiff machten wir als kleine Reisegruppe noch einen Abstecher zum größten Fußballtempel Spanien, dem Camp Nou. Dieses Station bietet Platz für fast 100.000 Menschen und ist 

jedes Jahr Schauplatz internationaler Spiele. 

Es ist auch ein beeindruckendes Konzert- und Veranstaltungszentrum, in dem schon Künstler wie Sting, Peter Gabriel, U2 und Bruce Springsteen aufgetreten sind. 1982 zelebrierte Papst Johannes Paul II. in diesem Station sogar eine Messe, wobei er bei dieser Gelegenheit auch zum Ehrenbürger von Barcelona ernannt wurde. Der Ausflug klang entsprechend entspannt mit der Rückfahrt zum Kreuzfahrtterminal aus. 

Marseille – Französische Hauptstadt der Provence 

Marseille – Blick in Stadthafenviertel Foto: Udo Horn

Nachdem die MSC Fantasia die ganze Nacht in nordöstlicher Richtung durch den Golf von Lyon gefahren ist, erreicht es am frühen Morgen die französische Küste und wird Ausgangspunkt für meinen vorletzten Tourstopp. Marseille wurde im Altertum von den Griechen gegründet. Gut über 860.000 Einwohner bei einer Bevölkerungsdichte von 

3583 Einwohnern je Quadratkilometer machen Marseille zu einer Großstadt inmitten 

der Provence, die zwar auf eine lange Geschichte zurückblicken kann, aber dennoch 

jung geblieben ist. 

Die Stadt bietet seinen Besuchern die Authentizität von 26 Jahrhunderten Geschichte. Marseille wird manchmal auch als kleines Paris bezeichnet. Verstecken muss sich die französische Stadt an der Côte d’Azur allerdings nicht hinter der Hauptstadt und das nicht nur, weil das Stadtgebiet mehr als doppelt so groß wie Paris ist. Das Stadtgebiet ist mit 

240 Quadratkilometern sehr groß, umfasst aber nicht nur bebautes Gebiet, sondern auch weite Naturflächen wie umliegende Gebirge. 

Der größte Kreuzfahrthafen Frankreichs ist das Tor für Ausflüge in die Innenstadt, dem Alten Hafen und in die Provence. Ich entscheide mich für eine Tour zur 162 Meter über der Stadt liegenden Kathedrale Notre-Dame-de-la-Garde. Diesen neobyzantinischen Bau aus der Mitte des 19. Jahrhunderts konnte ich schon aus der Ferne vom Schiffsliegeplatz, hoch über der Stadt thronend, erkennen. Oben angekommen, ist die Beschaulichkeit, die in den Gassen herrschte schnell dahin; Zahlreiche Reisebusse anderer Veranstalter machen bei den Besichtigungen natürlich hier Halt. Aber die Aussicht lohnt, etwa auf die Ili dÌf, wo Dumas „Graf von Monte Christo“ im Gefängnis einsaß. Die Basilika, die im Volksmund „La Bonne Mère“ genannt wird und deren Madonnenstatue die Stadt und ihre Einwohner beschützt, wurde zwischen 1853 und 1864, dem Jahr ihrer Weihe, errichtet. Sie ist eine der Haupttouristenattraktionen und zieht jedes Jahr mehr als 800.000 Besucher an. 

Nächster Stopp: der Alte Hafen Vieux Port. Er ist Dreh- und Angelpunkt für die Urlauber und Durchreisenden. Durch Frankreichs „Tor zum Orient“ sind sogar Fahrten mit der Fähre nach Nordafrika, genauer gesagt nach Algerien und Tunesien, möglich. 

Während der Antike und im Mittelalter entwickelte sich die Stadt nur am Nordufer des Hafens. Erst 1666 begann die Entwicklung der Stadt in Richtung Süden. Heute ist die Umgebung des Vieux Port teilweise zur Fußgängerzone umgestaltet worden. Der britische Architekt Norman Foster und der französische Landschaftsarchitekt Michel Desvigne haben den Zuschlag für die Neugestaltung des Stadtkerns erhalten. 

Weiter geht es mit dem Bus an der Prachtstraße Canebière, unserer letzten Station, bevor 

es wieder Richtung Schiff geht. 

Genua – Die Stolze 

Genua – Landeanflug-Hafen. Foto: Udo Horn

Auf dem Weg zur letzten Station meiner Reise, erreicht mein Schiff das italienische Genua. 

Genua ist der Heimathafen der MSC-Flotte und auch die Geburtsstadt Christoph Columbus. 

„La Superba“, die Stolze, nennen die Italiener ihre ligurische Hafenstadt. Der Binnenhafen Porto Vecchio, zu dem das größte Aquarium Europas gehört, grenzt direkt an das historische Zentrum Genuas. Ich entscheide mich für einen Ausflug entlang der Küste. 

Unsere Bustour führt direkt vom beeindruckenden Cruise-Terminal, ein historisches Hafengebäude, in die Innenstadt. Durch das Fensterglas des Busses erkennt man die 

Pizza De Ferrari, die Via Roma und die Via 25 Aprile, die eigentlich mit ihren zahlreichen Luxusboutiquen zum Kauf locken. 

Mit einer Standseilbahn kann man alle 20 Minuten vom Largo Zecca zum über 300 Meter hoch gelegenen Vorort Righi fahren, mit einem belohnenden Blick auf Genua, den Kreuzfahrthafen und die Küste. Leider ließ mich das Wetter bei diesem beeindruckenden Blick im Stich, denn es regnete leicht und außerdem sorgte Nebel für eine unklare Sicht. 

Hauptziel meiner Tagestour aber ist das mondäne und legendäre Portofino. 

Bucht von Portofino Foto: Udo Horn

Das 500 Einwohner zählende ehemalige Fischerdorf Portofino ist das Who is Who der 

Promi-Welt. Wer gerne mal Promis schauen geht, der wird hier garantiert „fündig“! Ein Bummel durch das kleine Dörfchen in der geschützten Bucht am Golfo del Gigullio macht Spaß, denn es gibt keine Autos und hohe Hotelbunker und die zauberhaften Fischerhäuser zeigen sich in bunten, harmonisch abgestimmten Farben am reizenden Hafen Molo Umberto. 

Besucher können nicht nur die Aussicht bewundern und die Wanderwege erkunden, die von der Stadt zum Leuchtturm und zum Castello Brown führen, sondern auch die gehobenen Restaurants und Bars besuchen. Noch mehr Schönheit findet man in der nahe gelegenen Baia di Paraggi, deren Strand außerordentlich teuer ist, aber auch eine der schönsten Badestellen der italienischen Riviera. 

Rasch versteht man, weshalb hierher die Schönen und Reichen aus aller Welt kommen. 

Auch wenn die Luxusläden nicht meinem verfügbaren Budget entsprach, Portofino war 

auch für mich unbedingt einen Besuch wert. 

Die Busfahrt zurück nach Genua beschloss den ereignissreichen und spannenden Tag in mitten der idyllischen Landschaft der ligurischen Riviera. 

La Spezia – Die Reise ist beendet 

In den frühen Morgenstunden fahren wir in den Golf von La Spezia ein, der auch als 

„Golfo Dei Poeti“ (Golf der Dichter) bekannt ist, wo man bereits die Insel Tino, La Palmarie und die herrlichen Dörfer Porto Venere und Lerici sehen könnte, wenn es nicht so dunkel und bewölkt wäre. La Spezia ist die Hauptstadt der gleichnamigen Provinz in Ligurien. 

Gegen sieben Uhr – gemeinsam mit den weiteren 2.300 Passagieren – schieben wir uns achteraus in den Industriehafen hinein. Ausschiffung ist in der Regel kein Vergnügen, da die Kabinen zumeist bereits um acht Uhr geräumt werden. Auch wenn die großen Koffer – zum Glück hatte ich nur einen – schon nachts vorher vor die Tür gestellt und von der Crew eingesammelt werden, um sie nach dem Anlegen im Terminal bereitzustellen, hat man in 

der Regel noch Handgepäck und das Nötigste dabei. Und selbst wenn der Flug erst später geht, muss man leider schon das Schiff verlassen. 

Eine einwöchige Reise geht leider zu Ende. 

Trotzdem. Es war eine lehrreiche Reise für mich. Ich habe das Schiff und neue Destinationen kennen- und schätzen gelernt. Mein Fazit: Wer reist, macht neue Erfahrungen und hat auch was zu erzählen. Und genau das war der Sinn meiner Reise, etwas Neues und Interessantes über Menschen, Länder und Schiffe zu erfahren. 

Stimme der Hauptstadt / Text: Foto: Udo Horn

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Frank Pfuhl
Frank Pfuhl
SDHB Redaktion Berlin

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