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Künstlerin Fatemeh Yavari- Nachgefragt  

Fatemeh Yavari. Foto: Volker Neef

Künstlerin Fatemeh Yavari- Nachgefragt  

Fatemeh Yavari kam 1981 in Isfahan im Iran zur Welt. Im Iran hat sie erfolgreich die Persische Sprache, Literatur und Kunst studiert. Die Künstlerin ist verheiratet und lebt in Frankfurt am Main. Wir sprachen mit ihr. 

Fatemeh Yavari und Kulturrat Dr. Hamid Mohammadi Foto: Volker Neef

STIMME-DER-HAUPTSTADT: Wie ist ihr großes Interesse für die Kunst entstanden?

Fatemeh Yavari: „Die Wurzeln dazu liegen viele, viele Jahre zurück. Ich male seit meiner Kindheit und habe ständig versucht, alles, was ich um mich herum sah, zu illustrieren. Während meines Studiums der Persischen Sprache und Literatur an der Universität war ich auch in einer Kunstwerkstatt als Studentin im Einsatz. Die Produktion von Miniaturen, seien es Gemälde, Skulpturen oder Radierungen, fand ich hochinteressant. Ich arbeitete mich daraufhin im Kunstbereich der Produktion von Miniaturen regelrecht ein. Die Liebe zu den Miniaturen hält immer noch an“.

STIMME-DER-HAUPTSTADT: Können Sie sich noch an Ihre erste Ausstellung gut erinnern?

Fatemeh Yavari: „Ja, auf jeden Fall kann ich mich daran sehr gut und sehr gerne erinnern. Meine erste Ausstellung war im Jahre 2005. Damals war ich 24 Jahre alt und im selben Jahr wurde ich als Repräsentantin beim nationalen Jugendfestival des Iran im Bereich Miniaturen ausgewählt. Gleichzeitig fand eine Vernissage statt. Sie trug den Namen „Herbstliche Ausstellung“. Ich benutzte Bäume, Äste, Zweige und integrierte sie in eine Ausstellung mit moderner Form und Inhalten ein. In dieser Ausstellung mit dem Fokus auf die Philosophie, dem Beginn des Lebens und der Erinnerung an den unausweichlichen Tod, hatte ich das Laub als Hauptelement in dieser Ausstellung zur Schau gestellt und es mit Farben verwoben“.

STIMME-DER-HAUPTSTADT: Heute sind Sie in der Kunstwelt sehr bekannt. Wie kam das zustande?

Fatemeh Yavari: „Ich habe meine Karriere von Anfang an auf Kreativität gegründet und immer auf das Kopieren verzichtet, die Kreativität und Neuheit der Bilder in jeder Ausstellung wurden sehr gut aufgenommen. Ich habe auch Literatur mit der Malerei verbunden; die Namen einiger meiner geschaffenen Werke sind Gedichten entnommen. Danach fanden verschiedene Ausstellungen einzeln und in Gruppen in verschiedenen Galerien im Iran statt und ich nahm an den meisten Festivals der bildenden Kunst wie dem Fajr-, Razavi- und Payamir-Azam-Festival teil. In der iranischen Stadt Ardabil wurde ich im Bereich der iranischen Miniatur ausgewählt, dort auszustellen und arbeitete dann 10 Jahre lang ernsthaft und professionell in diesem Bereich. In meiner persönlichen Galerie unterrichtete ich auch Malerei in verschiedenen Techniken, studierte Kunstforschung auf Masterstufe und veranstaltete während meines Studiums meine erste europäische Ausstellung. München war der Ort der Ausstellung.

Meine zweite Ausstellung außerhalb des Irans, fand auch in  Deutschland statt. In Berlin-Lichterfelde fand einen Monat lang im Haus der Iranischen Kultur eine Ausstellung statt. Diese Ausstellung, die die erste Einzelausstellung in Europa für mich gewesen ist, war für mich eine großartige Erfahrung. Erfreulich ist auch, dass ich berichten darf, diese Ausstellung in Berlin-Lichterfelde wurde sehr gut besucht“.

STIMME-DER-HAUPTSTADT: Wo werden Sie demnächst Ihre Kunstwerke ausstellen?

Fatemeh Yavari: „EineAusstellung ist demnächst in meiner Wahlheimatstadt Frankfurt am Main geplant. Die Details werden jetzt gerade besprochen. Für uns Künstler, da erlaube ich mir, auch für die Kollegen und Kolleginnen zu sprechen, die als Schauspieler, Dramaturgen, Regisseure, Musiker, Sänger, Balletttänzer, Kabarettisten, Artisten tätigsind sowie für uns Kunstmaler und die Bildhauer,ist die Corona-Zeit ja eine sehr bittere Zeit. Ausstellungen und Aufführungen mussten abgesagt werden oder konnten nur mit stark reduzierten Besucherzutritten durchgeführt werden. Wir alle hoffen ja, dass wir bald diese Epedemie überwinden werden und wir uns an der Kunst so erfreuen können, wie es vor Corona war. Viele Bekannte und Nachbarn haben mir mitgeteilt, in der Zeit, wo kaum Kunst stattgefunden hat, haben viele Bürgerinnen und Bürger letztendlich erst bemerkt, welch hohen Stellenwert die Kunst hat“. 

STIMME-DER-HAUPTSTADT: Vielen Dank für das Gespräch.

(Text/Foto: Stimme der Hauptstadt Volker Neef)

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Frank Pfuhl
Frank Pfuhl
SDHB Redaktion Berlin

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