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Falko Liecke: Obdachlos in Berlin  

Obdachlose in Berlin (Foto:Frank Pfuhl)

Falko Liecke: Obdachlos in Berlin  

In unserer Serie Obdachlos in Berlin (Hier der Link dazu: https://www.stimme-der-hauptstadt.berlin/obdachlos-in-berlin/

kommen jetzt politisch Verantwortliche zu Wort, die ihre Ideen und Forderungen mitteilen, wie obdachlosen Mitbürgern geholfen werden kann. Wie kommen Obdachlose an eine eigene Wohnung, selbst wenn es nur das möblierte Zimmerchen ist? Wie stellt man regelmäßige Duschmöglichkeiten, ärztliche und zahnärztliche Versorgung, warme Mahlzeiten, Zugang zum Internet, Haareschneiden, Wäschewaschen u. v. a. für die auf der Straße lebenden Menschen sicher? Wir geben ungekürzt die Lösungsvorschläge unserer Gesprächspartner wieder.

Falko Liecke (Foto: Michael Königs)

Im Bezirk Neukölln ist Falko Liecke (CDU) zu Hause. Er ist Bezirksstadtrat und Leiter des Geschäftsbereichs Soziales. Seit 2015 ist Falko Liecke Kreisvorsitzender der CDU in Neukölln und seit 2019 Stellvertretender Landesvorsitzender der CDU.

Falko Liecke teilte mit: „Obdachlosigkeit?! Wir gehen das an! 100 Menschen aus Berlin und der gesamten Republik, 10 Little Homes, ein Weltrekord! Am Ende hat es tatsächlich geklappt. Diese Aktion kommt tatsächlich in das Guinness Buch der Rekorde. Wir haben am 13.08.22 in 12 Stunden 10 Behelfsunterkünfte für obdachlose Menschen selbst gebaut und damit einen echten Weltrekord aufgestellt. Und ja, auch ich, der Sozialstadtrat, hat so richtig mit angepackt!

Und noch wichtiger: Little Home e.V. wird für alle Unterkünfte Standorte in Neukölln suchen. Ein großes DANKE an alle Teilnehmer und besonders an mein Team vom Bezirksamt Neukölln von Berlin. Übrigens, der einzige Berliner Bezirk, der sich mit einem eigenen Team daran beteiligt hat. Es ist nicht selbstverständlich und darum umso schöner, dass sich die Kollegen einen ganzen Sonnabend dafür Zeit genommen haben, ohne jeden Ausgleich. Keine Arbeitszeit, keine Prämie. Einfach so, weil es so wichtig ist.

Falko Liecke beim Bau eines Little Homes (Foto: Büro Falko Liecke)

Es gibt hier und da Kritik an den Little Homes, da sie den Standard für die Unterbringung obdachloser Menschen senken würden. Diese Kritik teile ich nicht. Denn sie sind eine absolute Not- und Zwischenlösung. Die Alternative ist nicht die eigene Wohnung, sondern die Platte, also die Straße oder die Brücke. Darum ist es richtig, Menschen auf diesem Weg ein wenig Privatsphäre, Schutz und ein eigenes warmes Bett zu geben. Und alles andere ist gerade im Winter besser, als auf der Straße zu leben. Hier gibt es einen geschützten Raum, ein Bett, eine Chemie-Toilette. Mein Ziel ist es, auch eine Sozialbetreuung zu ermöglichen.

Mit der von mir beantragten, aber vom Bundesministerium für Arbeit leider abgelehnten Förderung hätten wir rund um diese Behelfsunterkünfte Sozialarbeit, medizinische Versorgung und vieles mehr angeboten. Was davon jetzt noch umsetzbar sein wird, müssen wir sehen. Der Bedarf ist aber in jedem Fall da. Und ich bleibe am Ball, denn so wie es jetzt in Neukölln- und Berlin- ist, darf es nicht bleiben“!

An dieser Stelle bedanken wir uns nochmals bei Herrn Falko Liecke für seine Ausführungen.

Text: Volker Neef

Fotos: Frank Pfuhl; Michael Königs; Büro Falko Liecke

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Frank Pfuhl
Frank Pfuhl
SDHB Redaktion Berlin

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