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Ingo Bodtke, MdB – Nachgefragt 

Ingo Bodtke (Foto: Frank Pfuhl)

Ingo Bodtke, MdB – Nachgefragt 

Ingo Bodtke stammt aus Lutherstadt Eisleben in Sachsen-Anhalt. Der FDP-Politiker gehört dem Deutschen Bundestag an. Insgesamt stellt das Bundesland Sachsen-Anhalt 18 Volksvertreter, davon gehören zwei der FDP an. Ingo Bodtke absolvierte eine Fleischerlehre und schloss nach dem Grundwehrdienst ein Studium der Fleischwirtschaft mit Ingenieurabschluss an. Anschließend arbeitete er als Instrukteur Insemination Rind in der Tierzucht. Seit der Wende ist er Inhaber einer landwirtschaftlichen Versicherungsagentur und leitet mehrere Reisebüros. 

Ingo Bodtke
(Foto: Frank Pfuhl)

Im Bundestag vertritt er den Wahlkreis 74 (Mansfeld – westlicher Saalekreis). Er ist ordentliches Mitglied im Ausschuss für Ernährung und Landwirtschaft sowie Mitglied im Petitionsausschuss. Darüber hinaus ist er als Stellvertreter in den Bundestagsausschuss für Arbeit und Soziales berufen worden

Wir sprachen mit Ingo Bodtke im Deutschen Bundestag.

STIMME-DER-HAUPTSTADT: Was haben Sie bereits in den ersten Wochen im Bundestag erlebt?

Ingo Bodtke: „Der Start im Bundestag war aufregend und sehr spannend. Plötzlich wurde ich Teil des wichtigsten Entscheidungsorgans Deutschland und traf auf Leute, die ich vorher nur aus dem Fernsehen kannte. 

Ich bezog vorrübergehend das Büro meiner Landeskollegen und war damit sofort arbeitsfähig. Noch im Oktober führte ich die ersten Einstellungsgespräche und hatte mein Team in Berlin und Merseburg in kurzer Zeitzusammengestellt.Als jemand, der seit vielen Jahren bereits selbständig ist und ein Versicherungsunternehmen und Reisebüro leitet, musste ich mich allerdings zunächst an die viele Bürokratie der Bundestagsverwaltung gewöhnen. Für jedes Anliegen gibt es ein entsprechendes Formular“.

STIMME-DER-HAUPTSTADT: Was wollen Sie als Volksvertreter erreichen, bewirken?

Ingo Bodtke: „Ich bin als Abgeordneter für den Deutschen Bundestag angetreten, um dem strukturschwachen Wahlkreis Mansfeld und dem Süden von Sachsen-Anhalt eine bessere Wahrnehmung in Berlin zu verschaffen. Eine ganz wichtige Aufgabe ist die aktive Begleitung des Strukturwandels in der Kohleregion.

Einen weiteren wesentlichen Schwerpunkt meiner Arbeit in den nächsten vier Jahren sehe ich in der Stärkung der Wirtschaft und des Mittelstands im Flächenland Sachsen-Anhalt. Hier gilt es, die touristischen Highlights der Region besser zu vermarkten, um die Tourismuswirtschaft anzukurbeln. Mit der Straße der Romanik, den Luther-Gedenkstätten und vielen anderen touristischen Destinationen haben wir viel zu bieten. Darüber hinaus braucht es aus meiner Sicht Lösungen, um den Fachkräftemangel in der Region und in ganz Sachsen-Anhalt zu bekämpfen. 

Im Bundestag möchte ich mich für eine möglichst große Selbstbestimmung jedes Einzelnen einsetzen, in allen Altersphasen des Lebens und in allen Bereichen. Unabhängigkeit, Verantwortung und Toleranz sind Werte, die meine politische und persönliche Haltung bestimmen. Jeder Mensch entscheidet, wie er leben will. Nicht der Staat und nicht die Politik. Das ist die Basis einer intakten Gesellschaft. 

STIMME-DER-HAUPTSTADT:  Haben Sie auch schon etwas Besonderes, etwas Außergewöhnliches erlebt?

Ingo Bodtke: „Wirklich Außergewöhnliches habe ich bislang nicht erlebt. Aber es hat mich bewegt, dass mich meine politischen Vorbilder wie beispielsweise Otto Fricke oder Wolfgang Kubicki von der ersten Stunde an freundschaftlich als neuen Kollegen aufgenommen haben. Ich freue mich daher sehr auf die Zusammenarbeit in den nächsten Jahren“.

STIMME-DER-Hauptstadt: Haben Sie in Berlin schon alles organisiert? Beispielsweise eine Wohnung gefunden; ebenso ein Büro? 

Ingo Bodtke: „Ja. Wir haben bereits ein Büro in der Dorotheenstraße 93 in Berlin-Mitte bezogen, wo sich auch die Kollegen der Landesgruppe Ost befinden. Im Wahlkreis haben wir am 26. November 2021 ein Wahlkreisbüro in Merseburg eröffnet, wo mich Bürgerinnen und Bürger des Wahlkreises antreffen können. Was allerdings noch fehlt, ist eine Wohnung in Berlin“. 

STIMME-DER-Hauptstadt: Vielen Dank für das Gespräch.

(Stimme der Hauptstadt Text: Volker Neef/Fotos: Frank Pfuhl)

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Frank Pfuhl
Frank Pfuhl
SDHB Redaktion Berlin

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